Die Bilder glichen sich. Wie schon nach dem zweiten Finalspiel in Kloten am vergangenen Samstag schlichen die Spieler des HC Davos mit bedröppelten Mienen in die Garderobe zurück. Im Unterschied zu jener Partie, die die Davoser unverdientermassen 2:1 gewonnen hatten, war die Enttäuschung diesmal auch dem Resultat entsprechend.

Auf der anderen Seite marschierte Klotens Trainer Anders Eldebrink nach der Schlusssirene strammen Schrittes in Richtung Kabine und stiess dabei die eine oder andere Verwünschung aus. Er freute sich zwar über den Ausgang des Spiels, regte sich aber gleichzeitig über den HCD-Rachefeldzug in den letzten zehn Spielminuten auf. Bisweilen tummelten sich sechs Davoser gleichzeitig auf der Strafbank.

Flyers-Captain Victor Stancescu fand für den Auftritt der Bündner in der Schlussphase deutliche Worte: «Die Davoser haben primitiv gespielt. Aber das ist normal bei ihnen. So kennt man sie ja.»

Stancescu hatte immerhin guten Grund, den Mund voll zu nehmen. Denn auch sein Coach hatte festgestellt, «dass wir die bessere Mannschaft waren und endlich Tore geschossen haben. So einfach ist das.»

«Nicht mit 4:0-Siegen gerechnet»

Davos-Captain Sandro Rizzi meinte, «dass es eine Frage der Zeit war, bis wir wieder einmal verlieren. Wir haben zuletzt ja nicht gerade gut gespielt.»

Gelassenheit war auch bei Reto von Arx angesagt. Er wollte die erste Playoff-Niederlage seiner Mannschaft nicht dramatisieren: «Wir haben nie damit gerechnet, dass wir auch die Finalserie mit 4:0 gewinnen. Es hat sich für uns nichts geändert. Wenn wir unsere Heimspiele gewinnen, dann werden wir Meister. Morgen haben wir die nächste Gelegenheit dazu.»

HCD-Trainer Arno Del Curto hatte bei seiner Mannschaft längst den «Siegeswahn» festgestellt und schien mit der Niederlage nicht mal so unglücklich. Jetzt hat er endlich wieder Argumente, um seinen Spielern Beine zu machen. Nötig haben sie es.