Dreimal, von 1968 bis 1970, hatte St. Louis zuvor in einem Stanley-Cup-Final gestanden - und alle drei Serien 0:4 verloren. Die letzte Niederlage hatten die Blues vor 49 Jahren gegen Boston bezogen. Im 14. Anlauf hat es nun endlich geklappt mit dem ersten Sieg.

Die Blues setzten damit ihre erstaunlichen Ergebnisse seit Beginn des Jahres fort. Noch Anfang Januar war die Equipe aus dem US-Staat Missouri das schlechteste Team der gesamten NHL gewesen. Nach dem Premieren-Sieg darf St. Louis weiter vom ganz grossen Coup träumen.

Zweimal gingen die favorisierten Bruins im ersten Drittel in Führung, zweimal vermochten die Blues auszugleichen. Charlie Coyle (5.) im Powerplay und Joakim Nordström, er nur 40 Sekunden nach dem ersten Gegentor, hatten für die Einheimischen getroffen, Robert Bortuzzo (10.) und Wladimir Tarassenko (15.) für St. Louis.

Nach dem abwechslungsreichen Startabschnitt fielen während fast 50 Minuten keine Tore mehr. Für die Entscheidung zugunsten der Blues sorgte Carl Gunnarsson nach knapp vier Minuten in der Verlängerung.

In den nächsten zwei Spielen der Best-of-7-Serie hat St. Louis Heimrecht. Die Partien im Enterprise Center finden am Samstag- und am Montagabend Ortszeit statt.