Zwei Tore aberkannten die Unparteiischen in der Schlussphase, weil davor jeweils angeblich ein Schweizer im Offside gestanden sei. Zweimal lagen die Refs mit ihren (Tatsachen-)Entscheiden falsch und sorgten damit bei den Schweizern und dem Publikum in der Minsk Arena verständlicherweise für viel Unverständnis.

Simpson verlangte am Tag nach der Partie ein Meeting mit den Schiedsrichter-Verantwortlichen der WM. "Ich fordere, dass die beiden Linienrichter (Chris Carlson/Ka und Stanislaw Raming/Russ - Red.) an dieser WM nicht mehr eingesetzt werden", so der Kanadier. Das sei er der Mannschaft und dem Spiel schuldig. Denn die beiden Teams hätten sich ein super Duell geliefert, mit Schiedsrichtern, die nicht auf diesem Niveau agiert hätten.

Danach richte sich der Fokus aber wieder auf die Zukunft, so Simpson weiter. "Wir können die Szenen nicht rückgängig machen. Es bringt nichts, wenn wir uns darüber aufregen. Wir müssen uns nun auf das Spiel gegen Weissrussland konzentrieren. Und wenn wir so spielen wie gegen die USA, dann haben wir eine gute Chance das Spiel zu gewinnen und an diesem Turnier etwas zu erreichen."

Die Partie gegen den WM-Gastgeber dürfte für den weiteren Verlauf der WM wegweisend sein. Dessen ist sich auch Simpson bewusst. Er setzt im Tor wieder auf Reto Berra, der die Schweiz gegen die USA im Spiel hielt und wie an der letzten WM und in Sotschi der sichere Rückhalt war.

Änderungen in der Aufstellung plant Simpson keine. Das heisst, er wird erneut nur mit sieben Verteidigern antreten und weiter darauf hoffen, dass NHL-Crack Rafael Diaz das Team im Verlauf des Turniers noch verstärken wird.