Vor der Partie gegen Bern erklärten Hugh Quennec, Mike Gillis und Peter Gall, die Verwaltungsräte der Servette AG, dass sie aus dem eigenen Portemonnaie 1,2 Mio. Franken einschiessen.

Mit dem Geld sollen die dringlichsten Forderungen beglichen werden. Die Verwaltungsräte betonten einmal mehr, dass die Januarlöhne der Spieler bezahlt worden seien. Ausserdem stellte Quennec gemäss "RTSsports" in Aussicht, seine Aktienmehrheit abzugeben, um allenfalls neuen Investoren eine Chance zu geben.

Klar ist: Das Geld geht den Genfern aus. Vor einer Woche verlangte die National League Einblick in die Finanzen. Die Miete für 2017 für die Benützung der Les-Vernets-Eisbahn schuldet der Klub der Stadt noch. Auch die Nachwuchsabteilung der Servettiens, die von der Stadt massiv unterstützt wird, soll mit über einer Million Franken verschuldet sein. Die "Tribune de Genève" rechnet mit einem Schuldenberg von acht Millionen Franken, der sich bis Ende Saison angehäuft hat.

Diese horrenden Zahlen dementiert Hauptaktionär und Klubinhaber Hugh Quennec. Ende Saison sollen die Schulden maximal sechs Millionen Franken betragen. In diesem Betrag seien aber keine Einnahmen aus den Playoffs berücksichtigt. Und auch die Sparmassnahmen, die in den letzten Tagen ergriffen wurden, sollten mithelfen, das Minus zu verringern. Ausserdem sind in den kalkulierten sechs Millionen Schulden Rückstellungen integriert für die geplante neue Arena.

Vor zweieinhalb Jahren trat Hugh Quennec bereits als Präsident und Inhaber des Servette FC zurück - aber erst nachdem der Klub zwei Jahre nach dem Abstieg aus der Super League die Lizenz für die Challenge League nicht mehr bekommen hatte.