In den ersten beiden Heimspielen hatte Servette jeweils einen Blitzstart hingelegt, aber sowohl gegen Lugano (3:4 n.P. nach 2:0) wie gegen Biel (5:4 n.V. nach 3:0) noch Punkte abgegeben. Diesmal lag das Team von Chris McSorley in der zweiten Pause noch mit 1:2 in Rückstand. Verteidiger Calle Andersson (1:0) und Stürmer Robbie Earl (2:1) hatten die Zuger zweimal in Führung gebracht. In den Schlussabschnitt starteten die Genfer aber furios wie die Feuerwehr. Die Wende wurde innerhalb von 186 Sekunden realisiert.

Alexandre Picard erzielte nach bloss 31 Sekunden den 2:2-Ausgleich. Und Daniel Rubin brachte drei Minuten später Servette in Überzahl mit einem Handgelenkschuss erstmals in Führung. Beim 4:2 weitere zehn Minuten später stocherte Kevin Romy den Puck hinter die Torlinie.

Die Partie stand im Zeichen der erstmaligen Rückkehr des langjährigen Genfer Goalies Tobias Stephan an seine alte Wirkungsstätte. Tobias Stephan erhielt vor dem Spiel einen warmen Applaus vom Genfer Publikum, einen feuchten Händedruck von Chris McSorley und ein Geschenk. Während des Spiels returnierte der Zuger Keeper das Geschenk: Zum 2:2-Ausgleich leistete er mit einem missglückten Ausflug hinter das Tor die Vorarbeit; beim 2:4 wusste er am Boden liegend nicht, wo der Puck liegt.

In der Folge geriet Servettes Erfolg nicht mehr in Gefahr. Der Anschlusstreffer zum 3:4 gelang den Zugern durch Pierre-Marc Bouchard erst 38 Sekunden vor Schluss.

Genève-Servette - Zug 4:3 (0:0, 1:2, 3:1)

6157 Zuschauer. - SR Mandioni/Wiegand, Abegglen/Espinoza. - Tore: 22. Andersson (Holden, Sondell) 0:1. 24. Simek (Loeffel, Rod) 1:1. 29. Earl (Ausschluss Tim Ramholt!) 1:2. 41. (40:31) Picard (Romy) 2:2. 44. Rubin (Loeffel/Ausschluss Blaser) 3:2. 54. Romy 4:2. 60. (59:22) Bouchard (Björn Christen/Ausschluss Rubin) 4:3 (ohne Torhüter). - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 6mal 2 Minuten gegen EV Zug. - PostFinance-Topskorer: Rubin; Bouchard.

Genève-Servette: Bays; Vukovic, Ranger; Loeffel, Mercier; Dario Trutmann, Marti; Eliot Antonietti, Iglesias; D'Agostini, Romy, Bezina; Rubin, Tom Pyatt, Picard; Simek, Rod, Jacquemet; Traber, Rivera, Kast.

Zug: Tobias Stephan; Tim Ramholt, Grossmann; Andersson, Sondell; Simon Lüthi, Alatalo; Erni, Blaser; Björn Christen, Earl, Bouchard; Martschini, Holden, Suri; Herzog, Fabian Sutter, Bertaggia; Lammer, Diem, Fabian Schnyder.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Taylor Pyatt und Roland Gerber, EV Zug ohne Bürgler und Maurer (alle verletzt).