U18-WM

Schweizer Nachwuchs an Heim-WM gegen Finnland um Finaleinzug

Denis Malgin bei seinem Gala-Auftritt gegen Russland

Denis Malgin bei seinem Gala-Auftritt gegen Russland

Die Schweizer U18-Nati steht vor eigenem Publikum zum zweiten Mal seit dem 2. Rang 2001 im WM-Halbfinal. Der Leader heisst Denis Malgin, der eine grosse Karriere vor sich zu haben scheint.

Gegner heute Abend um 19 Uhr ist Finnland. Chancenlos sind die Schweizer gewiss auch im Halbfinal nicht. Gegen die Finnen zeigten die Schweizer letzten Freitag bereits eine gute Leistung. Nur eine miserable Chancenauswertung verhinderte ein besseres Ergebnis als das 1:3.

"Wir haben gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind und alles erreichen können. Wir verfügen über einen guten Mix im Team. Wir kämpfen, das ist das Wichtigste", sagte Denis Malgin vor dem Halbfinal gegen die Finnen. Der 17-jährige Schweizer ist kein Mann der grossen Worte. Er spricht leise, wirkt scheu.

Auf dem Eis dagegen gibt er nicht nur an der laufenden U18-WM den Ton an. Es ist eine Augenweide, Malgin zuzuschauen, wie er über das Eis gleitet und die gegnerischen Spieler mit seiner Schnelligkeit und den feinen Händen narrt. Er verfügt zudem über eine ausgesprochen hohe Spielintelligenz, manchmal scheint es, als hätte er am Hinterkopf ebenfalls Augen.

Zum 5:0-Coup im Viertelfinal gegen Russland - seiner zweiten Heimat - steuerte Malgin je ein Tor und Assist bei. Beim die Partie endgültig entscheidenden 4:0 (44.) degradierte er die Osteuropäer mit einer herrlichen Einzelaktion zu Statisten. Es war für den Center der ZSC Lions der dritte Treffer und fünfte Skorerpunkt an diesem Turnier, womit er die Nummer 1 im Schweizer Team ist.

Am Montag beim 3:2-Sieg in der Verlängerung gegen Lettland war Malgin in der 64. Minute das entscheidende Goal gelungen, das den Schweizern den Viertelfinaleinzug überhaupt erst ermöglichte.

Malgin nimmt bereits zum dritten Mal an einer U18-WM teil – schon als 15-Jähriger erzielte er vier Skorerpunkte (2 Tore). Im Dezember und Januar war er auch an der U20-WM in Montreal und Toronto dabei, wo er mit einem Tor und sechs Assists zum zweitbesten Skorer der Schweizer avancierte. Dies zeigt, wie reif er für sein Alter bereits ist. Selbst in den NLA-Playoffs mit den ZSC Lions war er alles andere als ein Mitläufer: Vier Tore gelangen ihm.

Dass er im kommenden NHL-Draft dennoch frühestens in der zweiten Runde gezogen werden dürfte, hat mit seiner geringen Grösse von 1,75 m zu tun. Malgin hofft, noch zu wachsen, da seine Eltern eher grossgewachsen sind. Ansonsten lässt er sich nicht entmutigen. Manuele Celio, der Coach des erfolgreichen U18-Teams, traut Denis Malgin den Schritt in die beste Liga zu.

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