Den Schweizern wurde ein schwaches Mitteldrittel (1:3) zum Verhängnis. Zwar glich Sven Andrighetto nur 77 Sekunden nach der erstmaligen Führung der Tschechen zum 2:2 (38.) aus. Doch nur 14 Sekunden später schoss Martin Frk die Osteuropäer erneut in Front. Wie unterlegen die SIH-Auswahl in den zweiten 20 Minuten war, verdeutlicht das Schussverhältnis von 5:18.

In der 52. Minute gelang Tomas Hertl mit dem zweiten Überzahl-Tor der Tschechen in diesem Spiel das Game-Winning-Goal zum 4:2. Die Eisgenossen riskierten am Ende alles, ersetzten bereits 2:19 Minuten vor dem Ende Torhüter Luca Boltshauser durch einen sechsten Feldspieler. Mehr als der Anschlusstreffer durch Andrighetto 62 Sekunden vor dem Ende bei sechs gegen vier gelang den Schweizern jedoch nicht mehr. Für den in Nordamerika beim Juniorenteam Rouyn-Noranda Huskies (QMJHL) spielenden Stürmer war es bereits der fünfte Treffer und achte Skorerpunkt an diesem Turnier. Damit ist er der Topskorer des Teams.

Zuvor hatten die Schweizer im Powerplay während mehr als elf Minuten nichts zu Stande gebracht. Dafür gelang ihnen in der 5. Minute durch Lukas Sieber ein Shorthander. Es war bereits das dritte Unterzahl-Tor der Schweizer an dieser WM, womit sie in dieser Statistik top sind.

Die Schweizer verloren in Ufa erstmals in der regulären Spielzeit. Zuvor waren sie dreimal im Penaltyschiessen und einmal in der Verlängerung (gegen Tschechien) unterlegen gewesen - gegen Absteiger Lettland hatten sie 7:2 gewonnen. Dennoch kann die SIH-Auswahl mit dem Turnier zufrieden sein. Im Viertelfinal gegen Gastgeber Russland (3:4 n.P.) fehlten ihr bloss 99 Sekunden zur Sensation.