Drei Wochen vor dem ersten Spiel an der WM in der Slowakei demonstrierten die Schweizer, dass sie für das Turnier in Kosice schon gut gerüstet sind. Seit dem historischen Sieg von St. Petersburg (3:2 am 3. Mai 2000) setzte es gegen Russland elf Jahre lang keinen Sieg mehr ab. Zuletzt verloren die Schweizer neun Mal hintereinander gegen das Team von Trainer Slawa Bykow, der in Fribourg wegen des russischen Playofffinals aber (noch) nicht an der Bande stand.

Obwohl das propagierte Duell zwischen Vater Slawa und Sohn Andrej Bykow (fehlte dem Schweizer Team verletzungshalber) nicht stattfand, bot das erste Länderspiel in der St-Léonard-Halle seit sieben Jahren ausgezeichnete Unterhaltung. Die Schweizer gestalteten die ersten 41 Spielminuten überlegen und führten deshalb zu diesem Zeitpunkt verdientermassen mit 3:1. Erst im Finish bäumten sich die Russen, die über weite Strecken der Partie enttäuschten, noch kurz auf. Dank Goalie Tobias Stephan (23 Paraden) und einer sehr konzentrierten Abwehrleistung rettete das Team von Sean Simpson die Führung aber über die Zeit. Der Schweizer Torhüter wurde als beste Spieler der Partie ausgezeichnet. Morris Trachsler stellte mit dem 4:2 in der 53. Minute den Schweizer Sieg sicher.

Zu kritisieren gab es nicht viel an diesem Abend. Negativ fiel einzig auf, dass die Schweizer in den ersten zehn Minuten des zweiten Abschnitts vier Strafen hintereinander kassierten, was den Russen in der 32. Minute auch den Ausgleich ermöglichte. Den Russen bietet sich am Sonntagnachmittag in Rapperswil die Chance zur Revanche.

Telegramm:

Schweiz - Russland 4:2

Fribourg. 6000 Zuschauer. - SR Mandioni/Popovic (Sz), Kohler/Zosso (Sz). - Tore: 18. Martin Plüss (Goran Bezina, Seger) 1:0. 32. Rybin (Kornejew, Gorowikow/Ausschluss Philippe Furrer) 1:1. 40. (39:46) Gardner (Martin Plüss, Julien Vauclair) 2:1. 41. (40:58) Monnet (Sprunger, Julien Vauclair) 3:1. 45. Tarasenko 3:2. 53. Trachsler (Lötscher) 4:2. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 3mal 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Tobias Stephan; Seger, Goran Bezina; Philippe Furrer, Julien Vauclair; Gobbi, Beat Gerber; Simon Lüthi; Gardner, Martin Plüss, Rüthemann; Monnet, Ambühl, Sprunger; Lötscher, Trachsler, Simon Moser; Déruns, Savary, Rubin; Jeannin.

Russland: Koschetschkin; Below, Kornejew; Grebeschkow, Jemelin; Derljuk, Rylow; Chudinow; Parschin, Gorowikow, Rybin; Kokarew, Popow, Glinkin; Tarasenko, Schipatschew, Panarin; Artjuchin, Subow, Dwuretschenski; Burawtschikow.

Bemerkungen: Schweiz ohne Benjamin Conz (Ersatztorhüter), Manzato, Wellinger (beide überzählig), Diaz und Bykow (beide verletzt). - Pfostenschüsse: Panarin (7.), Tarasenko (13.). - Timeout Russland (58:33). - Schüsse: Schweiz 28 (6-11-11); Russland 25 (7-6-12). - Powerplay: Schweiz 0/3; Russland 1/5.