Smørrepøgg

Schwebend durch Kopenhagen

Fahrrad (Symbolbild)

Fahrrad (Symbolbild)

Angelehnt an die dänische Spezialität Smørrebrød berichtet unser Eishockey-Experte in der Kolumne Smørrepøgg von der WM. Diesmal beeindruckte ihn die fahrradfreundlichste Stadt der Welt, Kopenhagen, so sehr, dass er auf seinem Flyer förmlich durch die Stadt fliegt.

Ich gestehe, dass ich kein ausgeprägter Velofahrer bin. Ich besitze zu Hause einen Drahtesel ohne jeden Komfort. Entsprechend tief ist die Anzahl Kilometer, die ich pro Jahre strample. Was das mit der Eishockey-WM zu tun hat? Nun: Kopenhagen gilt ja als die fahrradfreundlichste Stadt der Welt. Was liegt da näher, als sich ein schönes Velo zu mieten und die dänische Kapitale auf zwei Rädern zu erkunden?

Gesagt, getan: Die Instruktion des Vermieters klingt etwas kurios. Bitte immer auf die Ampeln achten und Handzeichen geben (auch wenn man bremst). «Mach ich ja zu Hause auch», denke ich leicht irritiert. Aber wenig später, nachdem ich die ersten hundert Meter in der Kopenhagener Innenstadt hinter mir habe, weiss ich, warum man mir das extra nahegelegt hat.

Es hat viele Fahrradfahrer in Kopenhagen. Wirklich VIELE. So viele, dass es vor den zahlreichen Ampeln, auf die man tatsächlich gut achten muss, bisweilen einen Velostau gibt. Was wiederum heisst, dass jeder Überholvorgang und jeder Richtungswechsel nur mit mehreren Seitenblicken und Handzeichen gewagt werden sollte.

Man muss den Kopf wirklich bei der Sache haben. Sonst ist die Chance gross, dass man ebendiesen anschlägt. Zumal Helme nicht zur Grundausstattung des gemeinen
dänischen Velofahrers gehören.

Aber abgesehen davon ist die Fortbewegung auf zwei Rädern in dieser Stadt wirklich ein Traum. Es hat fast durchgehend separate Velowege. Entsprechend gibt es keine Komplikationen mit anderen Autos oder Fussgängern. Die Ampeln sind sogar so eingestellt, dass auch ein Fahrradfahrer bei Gelb noch ungeschoren über die Kreuzung kommt.

Ich werde meinen Velo-Kilometerstand also in den kommenden Tagen kräftig nach oben treiben, da auch der Weg zur Royal Arena malerisch einem Kanal entlang führt. Da ist nebensächlich, dass ich mir, meiner Bequemlichkeit entsprechend, einen Flyer gemietet habe, mit dem ich förmlich durch die Gegend schwebe.

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