Eishockey
SCB-Lüthi: «Der Titel spielt keine Rolle»

SCB-General Marc Lüthi über seinen letzten Wutausbruch, die Weigerung, über die sportliche Situation zu reden, und die Gründe, warum er die Schiedsrichter in Ruhe lässt.

Klaus Zaugg
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Keystone

Haben Sie während der Playoffs schon getobt?

Marc Lüthi: Nein, sicher nicht. Ich habe doch schon 275000-mal erklärt, dass Sven Leuenberger für den Sport zuständig ist.

Wann waren Sie denn zum letzten Mal zornig?

Das war während der Qualifikation, nach der Heimniederlage gegen die Lakers. Da habe ich in einen Tisch gekickt.

So wie diese Halbfinalserie gegen Kloten bisher gelaufen ist, dürfte der Tisch nun in Trümmer liegen.

Nein. Und wie gesagt: Zu sportlichen Fragen gibt es keine Auskunft.

Sie gehen also auch nicht in die Schiedsrichterkabine.

Sicher nicht. Das ist viel zu teuer.

Wollen Sie damit sagen, dass Sie die 2000 Franken Busse für Ihre Strafaktion gegen die Schiedsrichter (Entzug des Essens und Parktickets – die Red.) selber bezahlt
haben?

Selbstverständlich. Die Spieler müssen ihre Bussen ja auch selber zahlen.

Steuert das Unternehmen SCB auf einen Rekordgewinn zu? Der Umsatz dürfte in dieser Saison bei der Rekordmarke von gut 50 Millionen Franken liegen.

Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Es stimmt, wir haben auf der Ertragsseite gut gearbeitet. Aber wir hatten auch höhere Ausgaben als budgetiert.

Sie müssen auch in diesem Sommer wieder investieren. Der SCB braucht mindestens einen wirklich guten neuen Ausländer.

Wie oft habe ich schon gesagt, dass ich mich zum Sport nicht äussere. Fragen Sie Sven Leuenberger. Er hat ein Budget, das er einhalten muss.

Spielt es für das Jahresergebnis des Unternehmens SC Bern überhaupt eine entscheidende Rolle, ob das Team in dieser Saison Meister wird oder nicht?

Nein.