Eishockey
SC Bern und ZSC Lions: Die Fakten zum Playoff-Final

Bern und die ZSC Lions begegnen sich zum ersten Mal seit Einführung der Playoffs vor 26 Jahren in einem Final. Bisher duellierten sich die beiden Teams in drei Playoff-Serien, dreimal ging dabei der SCB als Sieger hervor.

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Der Berner Christian Dube kämpft Kopf an Kopf mit dem Zürcher Domenico Pittis.

Der Berner Christian Dube kämpft Kopf an Kopf mit dem Zürcher Domenico Pittis.

Keystone

1992 gewannen die Berner auf dem Weg zum Meistertitel im Halbfinal 3:0. 1995 siegten sie im Viertelfinal 3:1, ein Jahr danach behielten sie im Viertelfinal mit 3:2 Siegen (nach einem 0:2-Rückstand) die Oberhand. Auch damals wurde Bern in der Folge Meister.

Auswärtsnachteil in zwei Playoff-Serien

In der Geschichte der Playoffs schafften es bisher nur zwei Teams bis in den Final, welche die Qualifikation auf Platz 5 oder schlechter abgeschlossen hatten: 1995 die Kloten Flyers (7.) sowie 2002 (5.) und 2008 (6.) die ZSC Lions. Nur die Lions gewannen vor zehn Jahren danach nicht den Meisterpokal. Nun zogen erstmals zwei Mannschaften im selben Jahr in den Final ein, die davor zwei Playoff-Serien mit «Auswärtsnachteil» für sich entschieden hatten. Bern schloss die Qualifikation im 5., der ZSC im 7. Rang ab.

Drei der vier Direktduelle in dieser Saison entschied der SC Bern für sich (10:2 Punkte). Die einzige Niederlage des SCB (1:2 nach Verlängerung am 21. Oktober 2011) hatte die unmittelbare Entlassung von Trainer Larry Huras zur Folge. In den diesjährigen Playoffs sind die ZSC Lions (in acht Partien) noch ungeschlagen. Berns Playoff-Bilanz lautet 8:2 Siege. Gegen Kloten im Viertel- und gegen Fribourg im Halbfinal verlor der SCB je eine Partie.

Bern gewann in seiner Klubgeschichte bisher zwölf Meistertitel (letztmals 2010), die ZSC Lions standen sechsmal zuoberst auf dem Podest (letztmals 2008). Jeweils die Hälfte ihrer Titel sicherten sich die beiden Klubs seit Einführung der Playoffs.

Zuschauerrekord könnte fallen

Mit Bern und den ZSC Lions stehen sich jene Klubs mit den grössten Stadionkapazitäten (17'131 in Bern/11'200 in Zürich) und den höchsten Zuschauerzahlen der Schweiz gegenüber. Dauert die Serie länger, könnte der Zuschauerrekord für eine Finalserie (zwischen Bern und Servette aus dem Jahr 2010) fallen. Im optimalen Fall (bei sieben ausverkauften Partien) könnten über 102'000 Fans die Partien live im Stadion verfolgen.

Die ersten beiden Finalspiele (Anspielzeit jeweils 19.45 Uhr) können «nur» im Teleclub oder mit Swisscom-TV live im Fernsehen verfolgt werden. Die SRG steigt ab Spiel 3 in die Live-Berichterstattung ein. Diese Partien werden um 20.15 Uhr angepfiffen - mit Ausnahme von Spiel 4 am Ostermontag, das bereits um 16.00 Uhr beginnt. (sda)