Meister Bern beherrschte insbesondere das Powerplayspielen klar besser als der Kantonsrivale. Die Berner nützten durch Martin Plüss und Ivo Rüthemann in den ersten 18 Minuten zwei ihrer ersten drei Powerplaychancen zur wegweisenden 2:0-Führung. Dazwischen konnte Langnau drei Minuten ununterbrochen, während zwei Minuten sogar zu fünft gegen nur drei Berner, in Überzahl spielen, brachte aber nichts zu Stande. Der SC Bern erzielte sämtliche fünf Tore im Powerplay (aus neun Chancen).

Die Berner erwiesen sich aber nicht nur in Überzahl als klar stärkere Equipe. Die Berner dominierten die Partie nach Belieben (45:14 Torschüsse), wiederum verhinderte der starke Goalie Benjamin Conz mit 40 Paraden eine durchaus mögliche noch höhere Niederlage.

Damit droht für den SC Langnau die erfolgreichste Saison seit dem Wiederaufstieg bereits am Samstag und nach bloss vier Playoffspielen zu Ende zu gehen. Am Donnerstag in Spiel 3 erzeugten die Systemwechsel von Langnaus Coach John Fust nicht die erhoffte Wirkung. Fust hatte die Linien umgestellt und erstmals Brent Kelly aufgestellt, der mit einer B-Lizenz von Langenthal zu den Tigers gestossen war. Doch auch mit vier ausländischen Stürmern bedrängten die Emmentaler das Gehäuse von Marco Bührer nur selten. In den ersten drei Spielen der Serie gelangen Langnau lediglich drei Tore. Kelly, der vor einem Jahr schon in den Abstiegsplayoffs sechsmal für Langnau spielte (und damals acht Skorerpunkte sammelte) besass in der 1. Minute eine Chance zum Führungstor; ansonsten trat er aber selten in Erscheinung.

Bern - Langnau 5:0 (2:0, 0:0, 3:0)

PostFinance. -- 17'131 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Eichmann/Rochette, Mauron/Schmid. -- Tore: 3. Martin Plüss (Kwiatkowski, Gamache/Ausschluss Haas) 1:0. 19. Rüthemann (Gardner, Dubé/Ausschluss Pelletier) 2:0. 49. Gamache (Gardner, Martin Plüss/Ausschluss Christian Moser) 3:0. 58. (57:50) Froidevaux (Pascal Berger/Ausschluss Haas) 4:0. 59. (58:27) Martin Plüss (Kwiatkowski, Philippe Furrer/Ausschluss Brooks) 5:0. -- Strafen: 6mal 2 plus 5 Minuten (Goren) plus Spieldauer (Goren) gegen Bern, 11mal 2 plus 5 Minuten (Pelletier) plus Spieldauer (Pelletier) gegen Langnau. -- PostFinance-Topskorer: Dubé; Pelletier.

Bern: Bührer; Roche, Philippe Furrer; Kwiatkowski, Jobin; Beat Gerber, Krueger; Hänni; Goren, Dubé, Déruns; Vermin, Martin Plüss, Rüthemann; Pascal Berger, Gardner, Gamache; Neuenschwander, Froidevaux, Reichert; Scherwey.

Langnau: Benjamin Conz; Reber, Kim Lindemann; Schilt, Genazzi; Simon Lüthi, Lardi; Iggulden, Pelletier, Kelly; Simon Moser, Haas, Claudio Moggi; Sandro Moggi, Camenzind, Brooks; Steiner, Adrian Gerber, Helfenstein; Christian Moser, Schild.

Bemerkungen: Bern ohne Vigier und McLean (beide verletzt), Langnau ohne Curtis Murphy und Cook (beide überzählige Ausländer).