Eishockey
Nach Banden-Check: «Ronny braucht jetzt vor allem Ruhe und Zeit»

Das Playoff-Halbfinalderby zwischen Olten und Langenthal wird von einem schlimmen Zwischenfall überschattet. Olten-Verteidiger Ronny Keller hat nach einem Check vom Bauch abwärts kein Gefühl mehr und wird im Paraplegiker-Zentrum Nottwil operiert.

Daniel Weissenbrunner
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Der 33-jährige Ronny Keller wurde in der Verlängerung der Partie Olten gegen Langenthal (3:2) von Gäste-Spieler Stefan Schnyder gecheckt.

Keller flog daraufhin kopfvoran in die Bande und blieb liegen. Laut seinen eigenen Aussaugen verspürte der Oltner in den Beinen kein Gefühl mehr.

Aufgrund einer ersten Diagnose vor Ort wurde er noch in der Nacht direkt ins Paraplegiker-Zentrum nach Nottwil zur genauen Abklärung geflogen und heute operiert.

«Wir sind mit unseren Gedanken bei Ronny»

Laut ersten Informationen verlief die Operation gut. Ob jedoch Ronny Keller jemals wieder laufen kann steht in den Sternen. Die Ärzte glauben diesbezüglich an eine Chance von 50 Prozent. «Wir halten die Fans selbstverständlich so gut es geht auf dem Laufenden. Was Ronny jetzt braucht ist vor allem Ruhe und Zeit.» Dies schreiben der EHC Olten und Ronny Kellers Familie in einer Medienmitteilung. Auf der Geschäftsstelle des EHC Oltens wird eine Buch aufgelegt, in welchem die Fans ihre Genesungswünsche kund tun können. Die Fans werden jedoch gebeten, auf Telefonate und Besuche in Nottwil zu verzichten.

Tief betroffen vom Unfall zeigt sich die Mannschaft. «Wir sind mit unseren Gedanken bei Ronny und hoffen mit ihm und seiner Familie», sagt Kellers Teamkollege Marco Truttmann stellvertretend.

Auch die Fans zeigen sich betroffen: «Alles Gute, Ronny. Ganz Olten steht hinter dir. Du schaffst das!», schreibt ein Fan auf Facebook.

Die geplanten Trainings von heute Mittwoch wurden abgesagt.