Lugano war zuletzt vor heimischem Publikum mit sechs Siegen in Serie eine Macht. Nun gab es mit dem 1:5 gegen Zug zur Unzeit wieder eine Niederlage. "Wir haben es ihnen mit Eigenfehlern zu leicht gemacht", brachte es Luganos Verteidiger Stefan Ulmer auf den Punkt. "So ist es gegen eine offensiv starke Mannschaft wie Zug schwer zu bestehen. Sie haben verdient gewonnen."

Ulmer gehörte selbst zu den Sündern, verlor er doch vor dem 0:3 von Dominic Lammer an der gegnerischen blauen Linie den Puck an Sven Leuenberger. Ausserdem war Goalie Elvis Merzlikins weit von seiner Bestform entfernt. Der Lette, der es auf eine Abwehrquote von mehr als ungenügenden 79,17 Prozent brachte, muss mindestens zwei Gegentore auf die eigene Kappe nehmen.

Die Zuversicht auf eine Wende ziehen die Bianconeri aus dem vergangenen Jahr. Damals verloren sie im Halbfinal gegen Biel ebenfalls die ersten beiden Partien. Im dritten Spiel lagen sie 0:3 hinten, ehe sie noch die Wende schafften. "Wir haben eine gute Truppe und glauben aneinander", so Ulmer. "Wir müssen es aber während 60 Minuten aufs Eis bringen."

Gregory Hofmann, der einzige Torschütze Luganos, der ab der kommenden Saison für Zug spielt, ergänzte: "Es gilt, dieses Spiel so schnell wie möglich zu vergessen. Wir wussten, dass es keine einfache Serie wird. Zug ist extrem gut - defensiv und offensiv. Wir müssen nun alles dafür machen, um Spiel 3 zu gewinnen." Vor allem ist von Merzlikins eine Reaktion gefordert.

Hofer: "Biel hat glücklich gewonnen"

Ambri gab gegen Biel ein 2:1 aus der Hand und unterlag 2:3. "Biel hat glücklich gewonnen", erklärte Fabio Hofer, der für die Leventiner zum 1:1 getroffen hatte. "Wir machten ein richtig gutes Spiel, kreierten einige Chancen. Zwei Tore zu Hause sind aber einfach zu wenig."

Ambri hatte schon die ersten fünf Saisonduelle gegen die Seeländer verloren. In Biel brachten die Tessiner in drei Spielen gerademal einen Treffer zu Stande. Warum sollte es also am Donnerstag klappen? "Unsere Einstellung ist sehr gut", sagte Hofer. "Wenn das Glück sich wendet, gewinnen wir die Partie."

SCB mit anderem Gesicht

Zittern musste Qualifikationssieger Bern, der sich bei Genève-Servette trotz einer 2:0-Führung erst in der Verlängerung durchsetzte und damit ein 0:2 in der Serie verhinderte. Zu Hause hatten die Berner 0:2 verloren. "Wir haben heute definitiv ein anderes Gesicht gezeigt, spielten über vier Linien sehr konstant", bilanzierte Tristan Scherwey, der Torschütze zum 1:0. "Wir blieben ruhig, denn wir wussten, dass wir es besser können. Der Sieg hat gut getan. Es liegt nun an uns, ihn zu bestätigen. Die Playoffs sind hart, aber dafür leben wir."