Bereits die Aufstellung zeigte die Prioritäten der beiden Teams klar. Während Lausanne, das mit einem Sieg den Einzug in die Playoffs aus eigener Kraft schaffen konnte, in Bestbesetzung antrat, verzichtete Fribourg unter anderen auf Topskorer Benny Plüss, den formstarken Greg Mauldin und Abwehrpatron Joel Kwiatkowski. Dafür testete Coach Hans Kossmann den nach langer Verletzungspause wieder genesenen Finnen Antti Miettinen. Der Versuch ging definitiv daneben.

Für die entscheidende Differenz sorgte Lausanne im Mitteldrittel. Der Aufsteiger profitierte von zwei Strafen der Freiburger Alain Birbaum und Sebastian Schilt innert neun (!) Sekunden. Juha-Pekka Hytönen, Lausannes Torschütze vom Dienst, und Etienne Froidevaux sorgten in Überzahl für eine 2:0-Führung. Erst 13 Minuten vor Schluss brachte Verteidiger Jérémie Kamerzin mit einem "Buebetrickli" zum 1:2 nochmals etwas Spannung zurück. Die Freiburger waren jedoch nicht bereit, nochmals alles in die Waagschale zu werfen.

Die defensiv schon die ganze Saison unheimlich soliden Lausanner brachten das 2:1 ohne grössere Probleme über die Zeit. Bereits zum neunten Mal in dieser Saison gewannen sie mit ihrem Lieblingsresultat. Spätestens, als aus Zürich die Kunde von Berns Rückstand in der BCF Arena ankam, war eine allfällige Gefahr für die Lausanner endgültig gebannt. Nach der Schlusssirene kannte der Jubel der Waadtländer keine Grenzen mehr.

Fribourg - Lausanne 1:2 (0:0, 0:2, 1:0)

BCF Arena. - 6700 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Koch, Mauron/Tscherrig. - Tore: 33. (32:04) Hytönen (Setzinger/Ausschlüsse Birbaum, Schilt) 0:1. 34. (33:15) Froidevaux (Déruns, Genazzi/Ausschluss Schilt) 0:2. 48. Kamerzin 1:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg, 3mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Sprunger; Hytönen.

Fribourg: Benjamin Conz; Jurcina, Birbaum; Helbling, Ngoy; Schilt, Kamerzin; Huguenin; Miettinen, Dubé, Hagman; Sprunger, Bykow, Brügger; Mottet, Pouliot, Monnet; Fritsche, Ness, Vauclair; Lauper.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Lardi, Jannik Fischer; Genazzi, Stalder; Seydoux; Antonietti, Hytönen, Bang; Simon Fischer, Genoway, Setzinger; Neuenschwander, Froidevaux, Gailland; Florian Conz, Savary, Déruns; Primeau.

Bemerkungen: Fribourg ohne Jeannin, Hasani (beide verletzt), Plüss, Abplanalp (beide geschont), Mauldin und Kwiatkowski (überzählige Ausländer), Lausanne ohne Augsburger, Bürki, Reist und Morant (alle verletzt). Pfostenschuss: Genazzi (22.).