Eishockey Playoffs

Kloten gegen die ZSC Lions oder Mogelpackung gegen Betonmischer

Der nicht so coole Finne Santala gegen den Mann fürs Grobe: Thomas Ziegler

Der nicht so coole Finne Santala gegen den Mann fürs Grobe: Thomas Ziegler

Playoffs sind, wenn die Aussenseiter mit gezielter Provokation die Schlüsselspieler der Favoriten ausschalten: Die Vorschau zur Serie Kloten gegen den ZSC.

Klotens Topskorer Tommy Santala verkauft sich gerne als typischer Vertreter der finnischen Spezies. Als cooler Mensch also, den wenig bis gar nichts aus der Fassung bringen kann. Doch der gross gewachsene Center ist eine echte Mogelpackung. Kaum ein anderer Spieler in der National League A lässt sich leichter provozieren als Santala, der selber in Sachen austeilen von versteckten Missetaten aber auch kein Kind von Traurigkeit ist.

Obwohl der Finne in fast allen Zürcher Derbys der laufenden Saison immer wieder in Scharmützel verwickelt wurde, blickt er der Playoff-Serie gegen den Kantonsrivalen ZSC Lions mit fast aufreizender Gelassenheit entgegen. «Wir müssen uns sowieso auf unser Spiel konzentrieren. Was der Gegner macht oder versucht, interessiert mich nicht», betont der 31-Jährige, der in der Mannschaft der Kloten Flyers einer der Schlüsselspieler und deshalb für die Gegenspieler ein beliebtes Angriffsziel ist. «Wir dürfen uns nicht provozieren lassen», unterstreicht auch Flyers-Trainer Anders Eldebrink.

Das ist leichter gesagt als getan. Denn auch der Schwede weiss, dass die ZSC Lions als klarer Aussenseiter nur eine Chance haben, wenn sie Emotionen ins Spiel bringen können.

Einer der wichtigsten defensiven Betonmischer der Löwen, Thomas Ziegler, gehört zu dem Typ Spieler, der mit seiner aufsässigen Spielweise den Gegner aus dem Konzept zu bringen vermag. Er war in den bisherigen Zürcher Derbys der grossen Aggressivleader und Chef-Provokateur seiner Mannschaft. Legendär war die fürchterliche Tracht Prügel, die er Klotens Denis Hollenstein (fällt derzeit verletzt aus) verpasste (siehe Bild rechts).

Ziegler sagt: «Sie sind schneller als wir. Also müssen wir versuchen, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Und das funktioniert nur, wenn immer alle nah am Gegenspieler dran sind.» Auch der 32-Jährige betont, dass «wir uns primär auf unser Spiel konzentrieren müssen.» Auf verbaler Ebene halten sich die beiden Rivalen also noch zurück. Derart friedlich wird es ab heute auf dem Eis garantiert nicht mehr zu und her gehen. Die Lunten wurden schon lange entzündet.

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