Zur Prime-Time ist eigentlich fast immer mit ihm zu rechnen: Ryan Keller ist eine klassische Leaderfigur, die in wichtigen Momenten zur Bestform findet. Im letzten Frühling führte er die Lions als Playoff-Topskorer zum achten Titelgewinn. In der ausverkauften Litterna-Halle stoppte er die zunächst robusten und kampflustigen Walliser als vierfacher Torschütze praktisch im Alleingang.

Das erste Highlight Visps, als der frühere GCK-Junior Altorfer im ersten Powerplay zur 1:0-Führung gelangt war, korrigierte Keller ebenso in Überzahl. Nach einem Lapsus des gegenwärtig besten NLA-Keepers Flüeler setzte Keller abermals zum erfolgreichen Gegenzug an - der überragende Stürmer profitierte dabei von einem wunderbaren Solo Sentelers.

Im Schlussdrittel war der 32-jährige Kanadier ein drittes Mal nicht zu stoppen. Spätestens nach dem 4:2 Kellers war klar, dass sich die Lions nicht mehr düpieren lassen würden. Im Gegensatz zum HCD, der eine Runde zuvor wenig unternommen hatte, in Visp eine Cup-Blamage zu vermeiden, überzeugte der Champion in den Schlüsselphasen mit einer höchst soliden Performance.

Visp - ZSC Lions 2:6 (1:2, 1:1, 0:3)

4300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kämpfer/Stricker, Borga/Küng. - Tore: 4. Altorfer (Rapuzzi, Schmutz/Ausschluss Hoffmann) 1:0. 7. Keller (Ausschluss Rapuzzi) 1:1. 17. Wick (Künzle) 1:2. 26. Heynen (Schmutz) 2:2. 33. Keller (Senteler) 2:3. 45. Keller (Nilsson, Trachsler) 2:4. 50. Keller 2:5. 52. Nilsson (Bergeron/Ausschluss Schmutz) 2:6. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Visp, 3mal 2 Minuten gegen den ZSC.

Visp: Schoder; Geiger, Bucher; Wollgast, Wiedmer; Heldstab, Heynen; Leu, Guyenet; Michailow, Desmarais, Altorfer; Botta, Brunold, Dolana; Schmutz, Rapuzzi, Keller; Furrer, Alihodzic, Zeiter.

ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Bergeron; Seger, Schnyder; Blindenbacher, Blatter; Tabacek; Künzle, Shannon, Wick; Nilsson, Keller, Hoffmann; Baltisberger, Trachsler, Neuenschwander; Fritsche, Senteler, Schäppi.

Bemerkungen: Visp ohne Hischier (U20-Nationalteam), ZSC ohne Cunti, Bärtschi, Bastl, Geering, Smith (alle verletzt), Malgin, Siegenthaler (beide U20-Nationalteam). Debüts von Blatter und Hoffmann beim ZSC.