Die topklassierten Flyers führten den EVZ auswärts beim 7:2 nach allen Regeln der Hockey-Kunst vor.

Denis Hollenstein lief in der Bossard-Arena zur Hochform auf. Der Sohn von Trainer-Assistent Felix führte die Nummer 1 der Liga mit drei herrlichen Treffern zum 33. Sieg. Bis zum 5:0 trafen die Gäste praktisch auf keinen Widerstand. Doug Shedden tobte nicht mehr, der Zuger Coach schwieg nur noch. Die Defensive der Innerschweizer liess sich regelrecht demütigen. Und Zugs Keeper Markkanen muss nach einem üblen Stockschlag wohl mit einem Verfahren der Liga rechnen.

24 Stunden nach dem peinlichen 0:5 gegen Lugano leistete sich der ZSC im Tessin gegen Ambri den nächsten Aussetzer. Bis zur späten Doublette (Monnet/Ulmann) fanden die Lions in der halb leeren Valascia praktisch nicht statt. Für die Tessiner trafen mit Stirnimann und Gautschi zwei Akteure, die zuvor in der gesamten Saison nur einmal erfolgreich waren. Die Lions leisten derzeit an allen Fronten Aufbauhilfe.

Derweil dem ZSC in seiner aktuellen Verfassung sogar noch der Absturz unter die Trennlinie droht, ist für die SCL Tigers die erstmalige Qualifikation für das Playoff eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. In Lugano, das erstmals drei Siege in Serie erreichte, unterlagen die Emmentaler erst in der Verlängerung 3:4. Der Vorsprung gegenüber dem Neunten Biel beträgt satte 19 Punkte.

Genf verliert seit Monaten ähnlich oft wie der ZSC. Aber die Romands stemmen sich im Schnitt erheblich mehr gegen die Niederlagen. In Bern handelte sich das Team von Chris McSorley das 2:3 durch Beat Gerber erst in der 64. Minute ein. Das Duell der beiden letztjährigen Playoff-Finalisten endete zum siebten Mal in Folge zu Gunsten des Titehalters.

Ebenso wie Genf hat Fribourg (6.) mit der Unkonstanz zu kämpfen. Gegen den HCD (3:4) genügte Gottéron selbst ein Traumstart nicht. Nach 242 Sekunden führten die Westschweizer dank einer Tor-Doublette von Sandy Jeannin 2:0, ehe die Bündner drei Treffer (Wieser, Reto von Arx, Taticek) folgen liessen. Den Ausgleich Laupers beantwortete Petr Sykora mit seinem 27. Saisontreffer (48.). Die Bündner verlängerten ihre Siegserie gegen Fribourg auf zehn Partien.

Einen Schlussspurt hat Biel im Sinn. Ein Platz im Feld der Playoff-Teilnehmer rückt für den EHCB wieder in Sichtweise. Der Erfolg in Genf (4:2) hat im Team einen Schub ausgelöst. Rapperswil-Jona fertigte die Mannschaft von Kevin Schläpfer 6:2 ab. Mit vier Treffern innerhalb von vier Minuten erzwangen die Berner den Zerfall der Ostschweizer.

Resultate: Bern - Genève-Servette 3:2 (0:0, 1:2, 1:0, 1:0) n.V.. Biel - Rapperswil-Jona Lakers 6:2 (1:0, 1:1, 4:1). Lugano - SCL Tigers 4:3 (2:2, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.. Fribourg - Davos 3:4 (2:2, 0:1, 1:1). Ambri-Piotta - ZSC Lions 3:2 (2:0, 0:0, 1:2). Zug - Kloten Flyers 2:7 (0:1, 2:4, 0:2).

Rangliste: 1. Kloten Flyers 41/96. 2. Davos 41/90. 3. Bern 41/76. 4. Zug 40/75. 5. SCL Tigers 41/67. 6. Fribourg 41/59. 7. ZSC Lions 41/55. 8. Genève-Servette 40/54. 9. Biel 42/48. 10. Lugano 41/43. 11. Rapperswil-Jona Lakers 42/39. 12. Ambri-Piotta 41/36.