Eishockey

Jugendliche stellen sich nach Plakat-Skandal beim EHC Olten: «Es tut uns leid»

Jetzt ist klar: Es waren zwei Jugendliche aus der Region Olten, die für das niveaulose Transparent verantwortlich sind

Jetzt ist klar: Es waren zwei Jugendliche aus der Region Olten, die für das niveaulose Transparent verantwortlich sind

Jugendliche im Alter von 16 und 20 Jahren übernehmen die Verantwortung für das geschmacklose Transparent im Derby gegen Langenthal. Sie haben sich am Montagnachmittag beim EHC Olten gemeldet und zeigen sich einsichtig.

Die Uhr schlug 16.15 Uhr am Montagnachmittag, als zwei Jugendliche auf der EHCO-Geschäftsstelle erscheinen und mit Peter Rötheli sprechen wollen.

Sie teilen dem EHCO-Geschäftsführer aufgewühlt unter Tränen mit, dass sie die Gesuchten sind und Verantwortung übernehmen für das pietätlose Transparent während des Hockeyderbys in Langenthal vom Samstagabend.

Es handelt sich bei den Urhebern des Plakats um Teenager im Alter von 16 und 20 Jahren aus der Region Olten.

Die Jugendlichen entschuldigten sich für die Tat und nannten sie den «grössten Fehler ihres Lebens». Es sei nie ihre Absicht gewesen, gehbehinderte Personen zu beleidigen.

EHC-Olten-Fans reissen alte Wunden auf

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Beim Eishockey-Derby Langenthal gegen Olten tauchte im Olten-Sektor ein Transparent auf, dass an den tragischen Unfall von Ronny Keller erinnert. (11.9.2016)

Ihre primitive Botschaft sei eine Reaktion auf Langenthaler Fangesäge anlässlich eines Testspiels zwischen Kloten und Langenthal im August gewesen, bei dem auch einige Oltner Zuschauer vor Ort waren. Diese Äusserungen auf Kosten des verunfallten Ex-EHCO-Spielers Ronny Keller hätten die beiden nicht auf sich sitzen lassen wollen, teilten sie weiter mit.

Der EHCO verurteile diese geschmacklose, ruf- und geschäftsschädigende Banner-Aktion aufs Schärfste und wird die Verantwortlichen hart sanktionieren. Der Club habe nach dem Vorfall auf diversen Ebenen nach den Verantwortlichen gesucht und ist froh, dass sich diese nun selber gestellt haben.

«Sie haben sich einsichtig gezeigt», sagt Peter Rötheli auf Anfrage und meint mit einer gewissen Erleichterung: «Es zeugt von einer gewissen Grösse, dass sie sich nach dieser medialen Resonanz von sich aus gemeldet haben.»

Der EHCO-Geschäftsführer will deshalb aber keine Gnade walten lassen und betont: «Wir haben ihnen klar gemacht, dass die Aktion nicht tolerierbar ist. Sie werden hart bestraft.»

Update folgt...

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