Eishockey-Playoffs

Ist dieser Check wirklich regelkonform? – Kein Verfahren gegen Julien Sprunger

Jochbeinbruch: Für Opfer Daniel Rubin dürfte die Saison vorbei sein

Jochbeinbruch: Für Opfer Daniel Rubin dürfte die Saison vorbei sein

Der Schweizer Eishockey-Verband wird gegen Julien Sprunger von Fribourg nach dem Horror-Check kein Verfahren eröffnen. Gottérons Topskorer checkte auf offenem Eis Gegenspieler Daniel Rubin, der sich dabei eine schwere Verletzung zuzog.

Der Check von Julien Sprunger

Gegen Julien Sprunger von Fribourg-Gottéron wird kein Disziplinarverfahren eröffnet.

Der Check des Freiburger Captains und Postfinance-Topskorers gegen Daniel Rubin war nicht gegen den Kopf gerichtet und damit kein Foul.

Der Verband schreibt in einer Stellungnahme: «Rubin ist der scheibenführende Spieler und darf daher gecheckt werden. Der Check geht mit seiner Hauptenergie direkt gegen den Körper und nicht zum Kopf. Es ist seitens Sprunger kein Aufrichten und kein Aufspringen ersichtlich - Arm und Ellbogen bleiben am Körper. Sprunger fährt nicht aktiv Schlittschuh, er gleitet bei der Checkausführung und legt keine extensive Energie in die Aktion. Es ist jedoch ersichtlich, dass Rubins Kopf in der Konsequenz des Körperkontakts heftig auf dem Eis aufschlägt. Zudem ist nicht zweifelsfrei feststellbar, zu welchem Zeitpunkt sich Rubin verletzte. Diese Faktoren führen dazu, dass diese Aktion keine Anklage sowie keine Verfahrenseröffnung zur Folge haben» , so der Verband.

Schiedsrichter-Chef Beat Kaufmann bestätigte diese Version: «Natürlich ist in solch einem Fall die Verletzung eines Spielers als Folge immer bedauerlich. Doch die Aktion von Sprunger war nicht inkorrekt.»

Deshalb sei es auch richtig gewesen, dass keine Strafe gegen Sprunger ausgesprochen worden sei.

Jochbein gebrochen

Sprunger hatte im zweiten Playoff-Viertelfinal den Genfer Rubin auf offenem Eis mit einem Check am Kopf erwischt.

Für den Stürmer des Qualifikations-Dritten dürfte die Saison nach der erlittenen Jochbein-Fraktur vorbei sein.

Servette gewann die zweite Partie der Best-of-7-Serie nach einem 0:3-Rückstand noch mit 4:3 nach Verlängerung und führt nun mit 2:0 Siegen. (sha/sda)

Die Stellungnahme des Verbandes im Wortlaut:

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