Eishockey

Ist das der Anfang vom Ende des Lockouts in der NHL?

Hat er bald ausgejubelt für den EV Zug? Topskorer Damien Brunner.

Hat er bald ausgejubelt für den EV Zug? Topskorer Damien Brunner.

Reisen die in der Schweiz engagierten NHL-Stars bald in Richtung Nordamerika ab? In der Nacht auf heute ging ein Marathon-Meeting der beiden zerstrittenen Parteien im NHL-Arbeitsstreit zu Ende. Die nächste Verhandlungsrunde dürfte entscheidend sein.

Müssen sich die Schweizer Eishockey-Fans bald auf eine Liga ohne Henrik Zetterberg, Tyler Seguin oder John Tavares einstellen? Erstmals gibt es im seit Monaten schwelenden Konflikt zwischen der NHL und der Spielergewerkschaft NHLPA positive Tendenzen. Ein Treffen zwischen Spieler- und Teamvertretern verlief offenbar konstruktiv. Acht Stunden lang verhandelten die zerstrittenen Partien in New York und trennten sich erst um Mitternacht.

Das Besondere an dieser Verhandlungsrunde war, dass sich erstmals Klubvertreter einschalteten, die dem eher moderaten Flügel zugeordnet werden können. Das heisst: Sie wollen, dass die NHL-Saison so schnell wie möglich beginnt.

So konstruktiv die Gespräche auch verliefen, bleibt aber eine Tatsache bestehen: Die beiden Leader der zerstrittenen Parteien, Gary Bettman (NHL) und Don Fehr (NHLPA) waren nicht zugegen. Und sie entscheiden letztendlich, wie hart verhandelt wird. Beide gelten als «Hardliner», die die Interessen ihrer Klienten knallhart vertreten.

Wegweisend werden die Geschehnisse am heutigen Tag sein. Einerseits werden sich die beiden Verhandlungsteams wieder treffen.Auf der anderen Seite versammelt sich auch das «Parlament» der NHL-Teambesitzer, das «Board of governors». Sollte dort entschieden werden, dass man in sämtlichen strittigen Punkten gegenüber der NHLPA unnachgiebig bleiben will, dann waren die Verhandlungen für die Katz. Und dann ist die Streichung der gesamten Saison kaum mehr abzuwenden.

Die Mehrheit der Schweizer Klubs wird heute mit angehaltenem Atem nach Nordamerika blicken. Teams wie den EV Zug (mit Brunner, Diaz, Zetterberg) oder den EHC Biel (Seguin, Kane) würde das Ende des Lockouts besonders hart treffen.

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