Servette-Fribourg 3:1

Genfer Befreiungsschlag

Fribourgs Julien Sprunger (l.) gegen den Genfer Daniel Vukovic

Fribourgs Julien Sprunger (l.) gegen den Genfer Daniel Vukovic

Dem Genève-Servette HC gelang mit dem 3:1-Heimsieg über Fribourg (nach einem 0:1-Rückstand) und der Playoffqualifikation der Befreiungsschlag.

Geprägt wurde das sechste Romandderby (3:3 Siege) von zwei völlig unterschiedlichen Phasen. Am Anfang erspielte sich Fribourg klare Vorteile. Gottéron ging in der 14. Minute durch den ehemaligen Servettien Mike Knoepfli (der unmittelbar vorher von der Strafbank zurückgekehrt war) in Führung und besass mehrere Möglichkeiten, diese Führung auszubauen. Servette verdiente sich den Sieg aber mit einer starken Leistung in der zweiten Spielhälfte. Die entscheidende Wende nahm das Spiel in der 32. Minute.

In dieser Minute ereignete sich etwas, was selbst in der NHL mit jährlich 1230 Partien in der Qualifikation erst einmal vorgekommen ist: Servette bejubelte nach 31:24 Minuten ein Tor, die Schiedsrichter winkten aber ab und liessen die Partie weiter spielen. 41 Sekunden später lag der Puck im Tor von Servette; Serge Aubin erzielte das vermeintliche 2:0. Nach dem Videostudium anerkannten die Referees Eichmann und Rochette aber das Goal von Servette; Aubins Treffer war wertlos und wird statistisch nie erfasst. Statt 2:0 für Gottéron stand es 1:1. Der Treffer wurde Jan Cadieux gutgeschrieben. Für Cadieux war es im 39. Saisonspiel der erste Torerfolg.

Nach dieser glückhaften Fügung befand sich Servette im Hoch, derweil Fribourg haderte. Bloss 122 Sekunden später gelang Richard Park mit einem Schuss aus spitzem Winkel das 2:1. Servette brachte den Vorsprung mit unspektakulärem Defensivspiel ziemlich problemlos über die Zeit. Michael Ngoy mit einem Weitschuss (59.) besass noch die beste Ausgleichschance, ehe Morris Trachsler mit einem Schuss ins leere Tor auf 3:1 stellte.

Genève-Servette - Fribourg 3:1 (0:1, 2:0, 1:0).

Les Vernets. - 7382 Zuschauer. - SR Eichmann/Rochette, Arm/Küng. - Tore: 14. Knoepfli (Collenberg, Jeannin) 0:1. 32. Cadieux 1:1. 34. Park (Flurin Randegger) 2:1. 60. (59:13) Trachsler (Salmelainen) 3:1 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Pivron) gegen Genève-Servette, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg. -- PostFinance-Topskorer: Park; Sprunger.

Genève-Servette: Tobias Stephan; Vukovic, Bezina; Pothier, Mercier; Gobbi; Setzinger, Park, Fritsche; Walky, Savary, Salmelainen; Florian Conz, Trachsler, Flurin Randegger; Pivron, Berthon, Cadieux; Barbero.

Fribourg: Huet; Heins, Collenberg; Loeffel, Birbaum; Ngoy, Rytz; Lukas Gerber, Marc Abplanalp; Mowers, Jeannin, Knoepfli; SIm, Aubin, Lauper; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Leblanc, Botter, Lüssy.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Rubin, Rivera, Breitbach, Höhener, Simek und Toms, Fribourg ohne Lachmatow, Hasani (alle verletzt) und Melin (überzähliger Ausländer). - Timeout Fribourg (34.).

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