Eishockey
Fribourg vor Finaleinzug – SCB siegt zum zweiten Mal in der Overtime

Fribourg gewinnt auch das dritte Spiel gegen die ZSC Lions und geht in der Serie mit 3:0 in Führung. Im zweiten Playoff-Halbfinal setzt sich der SCB in der Verlängerung durch und führt in der Serie nun 2:1 nach Siegen.

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Spiel 3 in den Playoff-Halbfinals: Bern gege Zug und Fribourg gegen ZSC
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Es geht um viel: Fribourgs Julien Sprunger prügelt sich mit ZSC-Spieler Mathias Seger
ZSC-Headcoach Marc Crawford feuert sein Team an – vergebens: Der ZSC unterliegt auch dieses Mal Fribourg
Fribourgs Greg Mauldin erzielt das 2:2 gegen ZSC-Goalie Lukas Flüeler
Fribourgs Christian Dubé im Kampf um den Puck gegen die ZSC-Spieler Luca Cunti und Ronalds Kenins
Berns Goalie Marco Buehrer im Duell mit Zugs Fabian Sutter
Berns Joel Vermin verpasst den Puck
Berns Geoff Kinrade im Duell mit Zugs Sven Lindemann
Berns Ryan Gardner scheitert an Zugs Goalie Jussi Markkanen
Berns Ryan Gardner jubelt Zugs Goalie Jussi Markkanen ist geschlagen

Spiel 3 in den Playoff-Halbfinals: Bern gege Zug und Fribourg gegen ZSC

Keystone

Die Freiburger Dominanz über die ZSC Lions geht weiter. Wie am Donnerstag setzte sich Gottéron nach einem Rückstand noch durch, diesmal mit 5:4 nach Penaltyschiessen. In der Serie führt der Qualifikationssieger gegen den amtierenden Meister nun mit 3:0.

Bis zur 43. Minute führten die ZSC Lions mit 3:2. Am Ende benötigten sie aber Glück und einen gravierenden Fehler von Fribourgs Captain Shawn Heins (der in der Folge verletzt ausschied), um sich in die Verlängerung zu retten. Aber auch spät boten sich den Zürcher Gästen noch Chancen. Das Penaltyschiessen musste entscheiden, weil Patrik Bärtschi in der letzten Sekunde der regulären Spielzeit nur die Latte traf und während der Overtime beide Mannschaften sich darauf konzentrierten, primär kein Gegentor mehr zu erhalten. Die besten Möglichkeiten in der Verlängerung besassen in der 78. Minute Mikko Lehtonen und Ryan Shannon.

Im Penaltyschiessen führte Zürich nochmals mit 1:0 und 2:1. Julien Sprunger, Benny Plüss und Andrej Bykow, die drei herausragenden Stürmer von Fribourgs stärkster Angriffslinie, verwerteten aber ihre Penaltys. Weil beim 14. Versuch Ryan Shannon trotz eines grandiosen Tricks nicht mehr reüssierte, feierte Gottéron den elften Sieg hintereinander gegen die ZSC Lions.

Fribourg - ZSC Lions 5:4 (1:1, 1:2, 2:1, 0:0) n.P.

St-Léonard. - 6700 Zuschauer (ausverkauft). - SR Prugger/Reiber, Kaderli/Wüst. - Tore: 3. Benny Plüss (Bykow, Sprunger) 1:0. 17. Wick (Seger) 1:1. 27. McCarthy (Cunti, Kenins) 1:2. 29. Mauldin (Gamache, Dubé) 2:2. 31. Shannon (Lehtonen, Monnet/Ausschluss Hasani) 2:3. 43. Sprunger (Bykow, Birbaum/Ausschluss Cunti) 3:3. 47. Gamache (Mauldin) 4:3. 48. Kenins 4:4. - Penaltyschiessen: Monnet - (gehalten), Hasani - (gehalten); Lehtonen 0:1, Jeannin - (daneben); Wick - (gehalten), Sprunger 1:1; Shannon 1:2, Benny Plüss 2:2; Ambühl - (daneben), Gamache - (gehalten); Sprunger - (gehalten), Lehtonen - (gehalten); Bykow 3:2, Shannon - (daneben). - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Fribourg, 7mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Bykow; Monnet.

Fribourg: Benjamin Conz; Heins, Birbaum; Kwiatkowski, Marc Abplanalp; Ngoy, Loeffel; Schilt; Lauper, Dubé, Gamache; Mauldin, Jeannin, Knoepfli; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Tristan Vauclair, Botter, Cadieux; Hasani.

ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Geering; Seger, Lashoff; Daniel Schnyder, Maurer; McCarthy, Hächler; Kenins, Cunti, Patrik Bärtschi; Lehtonen, Shannon, Wick; Bastl, Morris Trachsler, Monnet; Ambühl, Schäppi, Bühler.

Bemerkungen: Fribourg ohne Lukas Gerber (verletzt) und Suschinski, ZSC Lions ohne Tremblay (beide überzählige Ausländer), Stoffel (verletzt) und Chris Baltisberger (krank). - Pfostenschüsse: Hächler (9.), Patrik Bärtschi (59:59/Latte).

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Der SC Bern gewinnt auch das zweite Halbfinal-Heimspiel gegen Zug in der Verlängerung. Mit dem 3:2 liegt der SCB in der Serie gegen die Innerschweizer 2:1 voraus.

Am letzten Dienstag hatte es bis zur Entscheidung in der Overtime 116 Sekunden gedauert, diesmal fiel das Siegtor für die Heimmannschaft nach 4:53 Minuten. Der Schuss von Travis Roche im Powerplay wurde vor dem Zuger Tor noch abgelenkt. Ob dies durch Ryan Gardner oder den Zuger Verteidiger Andy Wozniewski geschah, war auf den TV-Bildern nicht einwandfrei ersichtlich. So verdient das 3:2 war, so ärgerlich war es aus der EVZ-Optik. Der Trainerstab tobte, weil beim entscheidenden Gegentor Alessandro Chiesa auf der Strafbank sass und der SCB die Zuger schon im vorherigen Verlauf der Verlängerung praktisch ohne Unterbruch in deren eigenem Drittel eingeschnürt hatte.

Das dritte Halbfinal-Spiel brachte das, was Fans und Beobachter schon eher in dieser Serie erwartet hatten: Es kamen Emotionen, die Intensität nahm zu, die Fehlerquote im Vergleich mit den vorherigen beiden Partien klar ab. Und der SCB zeigte die heftige Reaktion, die nach der Kanterniederlage vom letzten Dienstag fällig war. Dass er in die bereits fünfte Verlängerung im zehnten Playoffspiel gezwungen wurde, war freilich nicht geplant. Aber dass Partien nicht nach Wunsch oder einer gewissen Logik laufen, hatte die zweite Partie aufgezeigt gehabt.

Bern - Zug 3:2 (1:0, 1:2, 0:0, 1:0) n.V.

PostFinance-Arena. - 17'131 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mandioni/Massy, Mauron/Tscherrig. - Tore: 20. (19:37) Plüss (Kinrade/Ausschluss Holden) 1:0. 32. Ritchie (Collenberg/Ausschluss Loichat!) 2:0. 33. Holden 2:1. 39. Casutt (Holden/Ausschluss Gerber) 2:2. 65. (64:53) Gardner (Roche, Ritchie/Ausschluss Chiesa) 3:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Bern, 7mal 2 plus 10 Minuten (Suri) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Ritchie; Omark.

Bern: Bührer; Roche, Gerber; Kinrade, Randegger; Collenberg, Philippe Furrer; Vermin, Ritchie, Campbell; Loichat, Plüss, Rüthemann; Pascal Berger, Gardner, Rubin; Alain Berger, Bertschy, Scherwey; Neuenschwander.

Zug: Markkanen; Chiesa, Wozniewski; Helbling, Fischer; Erni, Andreas Furrer; Suri, Holden, Casutt; Schnyder, Diem, Lindemann; Martschini, Fabian Sutter, Omark; Lüthi, Schneuwly, Lammer; Rossi.

Bemerkungen: Bern ohne Bednar, Hänni, Höhener, Jobin, Sykora (alle verletzt) und Heldstab (überzählig), Zug ohne Blaser, Christen (alle verletzt), Pittis und Schefer (beide überzählig). - Pfostenschüsse: 37. Martschini, 53. Gardner.

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