Olympische Spiele
Enttäuschung zum Olympia-Auftakt: Die Schweizer Nati bekommt von Kanada eine 1:5-Klatsche

Dem Schweizer Eishockey-Nationalteam der Männer ist der Start ins Olympia-Turnier gründlich misslungen. In einer einseitigen Partie unterlag das Team von Patrick Fischer Gruppenfavorit Kanada im ersten Vorrundenspiel 1:5.

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Eishockey: Schweiz-Kanada
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Die Kanadier sind stärker und wissen ihr Chancen zu nutzen.
Zweikämpfe waren nicht selten, auch wenn sie für die Schweizer eher schlecht ausgegangen sind.
Da liegt mehr drin! Die Schweizer müssen sich nun auf die nächsten Spiele konzentrieren.
Der SRF redet von "Eisproblemen" - das Eis sei schuld an der schlechten Darbietung der Schweizer.
Das war eine ziemliche Ernüchterung für die Schweizer Fans.
Auseinandersetzungen gab es ebenso, doch auch die haben nichts am Endresultat geändert.
Maxim Lapierre (re) setzr seinen Körper gegen den Schweizer Eric Blum (li) ein.
Bei Leonardo Cenoni bleibt nicht viel Freude über - er musste 5 Mal hinter sich greifen.

Eishockey: Schweiz-Kanada

Keystone

Die Schweiz hatte sich für seinen ersten Auftritt in Pyeongchang gegen den neunmaligen Olympiasieger einiges vorgenommen. Gerne erinnerte man sich an den unvergesslichen 2:0-Erfolg an den Winterspielen 2006 in Turin zurück, als die Kanadier noch mit allen NHL-Stars angetreten waren.

Zwölf Jahre danach erlebte der Schweizer Optimismus in Pyeongchang jedoch einen jähen Dämpfer. Schon nach drei Minuten gingen die Kanadier durch René Bourque in Führung, keine fünf Minuten später erhöhte Berns Verteidiger Maxim Noreau im Powerplay auf 2:0. Mit einem Doppelschlag innert 52 Sekunden durch Bourque und Wojtek Wolski zogen die Kanadier zu Beginn des Mitteldrittels vorentscheidend auf 4:0 davon.

Simon Moser wie vor vier Jahren in Sotschi

Die Schweizer ihrerseits liessen im Angriff einiges vermissen und leisteten sich im Defensivspiel zu viele Fehler. Leonardo Genoni, der nach dem 0:4 durch Jonas Hiller ersetzt wurde, traf bei den Gegentoren jedoch keine Schuld. Erst im Schlussdrittel vermochten sich die Schweizer zu steigern und wurde mit dem Ehrentreffer durch Simon Moser (48.) belohnt. Der SCB-Stürmer war bereits im Startspiel vor vier Jahren in Sotschi (1:0 gegen Lettland) einziger Schweizer Torschütze gewesen.

Die Schweiz tat sich nicht zum ersten Mal in der jüngsten Vergangenheit mit dem Einstieg an einem Grossanlass schwer. Von den letzten vier WM-Startpartien gingen drei verloren, darunter die Penaltypleiten gegen die Aufsteiger Österreich (2015) und Kasachstan (2016). Selbst der 5:4-Erfolg nach Penaltyschiessen im letzten Mai gegen Aufsteiger Slowenien fühlte sich nach einer 4:0-Führung letztlich wie eine Niederlage an.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Schweizern nicht. Bereits am Samstag um 8.40 Uhr Schweizer Zeit treffen die "Eisgenossen" im zweiten von drei Gruppenspielen auf Südkorea. Ein Sieg gegen den Gastgeber, der sein Startspiel gegen Tschechien nach früher Führung nur 1:2 verlor, ist dabei Pflicht.

Update...

Schweiz - Kanada 1:5 (0:2, 0:2, 1:1)

2802 Zuschauer. - SR Jerabek/Olenin (CZE/RUS), Dahmen/Otmachow (SWE/RUS). - Tore: 3. Bourque (Lee, Roy) 0:1. 8. Noreau (Lee, Roy/Ausschluss Ruefenacht) 0:2. 25. (25:00) Bourque (Roy/Ausschluss Hollenstein) 0:3. 26. (25:52) Wolsky (Noreau) 0:4. 48. Moser (Ruefenacht, Ambühl/Ausschluss Roy) 1:4 (ohne Torhüter). 55. Wolsky (Kelly, Ebbett) 1:5 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 3mal 2 Minuten gegen Kanada.

Schweiz: Genoni (25:52 Hiller); Furrer, Diaz; Untersander, Blum; Du Bois, Geering; Schlumpf; Moser, Suter, Ambühl; Haas, Hollenstein, Praplan; Corvi, Scherwey, Bodenmann; Almond, Schäppi, Ruefenacht; Herzog.

Kanada: Scrivens; Robinson, Lee; Noreau, Genoway; Goloubef, Gragnani; Stollery; Bourque, Roy, Brulé; Thomas, Raymond, Kelly; Vey, Ebbett, Wolski; O'Dell, Howden, Klinkhammer; Lapierre.

Bemerkungen: Schweiz ohne Hiller (Ersatztorhüter), Hofmann, Stephan und Loeffel (alle überzählig). - Lattenschuss Klinkhammer (19.). - Timeout Schweiz (25:52). - Schüsse: Schweiz 29 (8-8-13); Kanada 28 (7-14-7). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/3; Kanada 2/3.