25 Jahre ist es her, seit die Schweizer an einer WM die Österreicher letztmals besiegt haben. 1993 in München setzte sich die Mannschaft des Nationaltrainers Bill Gilligan 5:1 durch. Dreimal spielten die beiden Teams seither unentschieden, zweimal gingen die Österreicher als Sieger hervor - so auch vor drei Jahren, als die Schweiz in Prag 3:4 nach Penaltyschiessen verlor.

Der damalige Coup half den Österreichern wenig, am Ende stiegen sie trotzdem in die B-Gruppe ab. Nun sind sie unter der Leitung des Ostschweizers Roger Bader zurück in der Elite und setzen auf einen neuerlichen Erfolg gegen die Schweiz. "Natürlich hoffen wir auf ein ähnliches Ergebnis wie damals", sagte Bader im Vorfeld. "Aber solche Statistiken sagen nicht viel aus."

Die Schweizer sind dennoch gewarnt - zumal die Niederlage 2015 gegen die Österreicher nur der Auftakt zu einer Serie von peinlichen Auftakt-Patzern gegen Aufsteiger war. 2016 unterlagen die Schweizer bei der ersten WM unter Patrick Fischer Kasachstan ebenfalls im Penaltyschiessen (2:3), vor einem Jahr in Paris verspielten sie gegen Slowenien eine 4:0-Führung. Immerhin siegten die Schweizer noch 5:4 nach Penaltyschiessen.

Emotionale Intelligenz gefordert

Fischer kennt das Rezept, um eine neuerliche Blamage zu verhindern und endlich wieder einmal erfolgreich in eine WM zu starten. "Wir müssen emotional intelligent sein, keine dummen Strafen holen, sie mit vier Blöcken zermürben und kaltblütig sein vor dem Tor. Dann werden wir hoffentlich einen ruhigeren und weniger dramatischen Auftakt haben als auch schon."

Von den Österreichern erwartet Fischer ein "zerstörerisches Spiel". "Da kommt viel Kampfkraft auf uns zu. Wir müssen sie mit unserem Tempo unter Druck setzen." Gegen die Schweiz noch fehlen wird Michael Raffl von den Philadelphia Flyers. Die einzige österreichische Verstärkung aus der NHL stösst erst am Montag zum Team.

Am Sonntag wartet die Slowakei

Vor einem Jahr in Paris gelang den Schweizern am Ende trotz des peinlichen Punktverlusts gegen die Slowenen eine gute WM. Für einen positiven Verlauf der diesjährigen WM wäre ein erfolgreicher Auftakt dennoch wichtig - zumal am Sonntag gegen die Slowakei ein vermutlich wegweisendes Spiel im Kampf um das Viertelfinal-Ticket ansteht.