ZSC Lions - Zug 5:0

Dritter ZSC-Sieg in Folge

Entfesselte Zürcher jubeln gegen Zug - die Serie steht 3:1 für den Aussenseiter

Entfesselte Zürcher jubeln gegen Zug - die Serie steht 3:1 für den Aussenseiter

Die ZSC Lions erkämpfen sich in der spektakulären Viertelfinal-Serie gegen den Qualifikations-Zweiten Zug drei Pucks für den Halbfinal-Einzug.

Am Samstag demontierten die ungemein kompakten Lions im mit 11'200 Zuschauern ausverkauften Hallenstadion den EVZ mit 5:0. Der Amerikaner Drew Shore traf doppelt.

Die Zürcher führen nun mit 3:1 Siegen in der Serie und können bereits am Dienstag in Zug die nächste Runde erreichen. Es wäre der erste Halbfinal-Vorstoss der Stadtzürcher seit 2015.

ZSC-Goalie Lukas Flüeler erreichte im 77. Playoff-Spiel seinen neunten Shutout in der Entscheidungsphase im Kampf um den Titelgewinn. Flüeler war letztmals 2015 in einem Playoff-Spiel ohne Gegentor geblieben. Flüeler benötigte am Samstag 23 Paraden für den Shutout.

In Spiel 3 wurden vier der fünf Treffer von Spielern erzielt, deren Energiereserven bei den ZSC Lions anhand von beschränkter Eiszeit noch gross ist. Shore, der das 2:0 und 5:0 erzielte, war genau wie der Finne Lauri Korpikoski, der Torschütze zum 3:0, im Laufe dieser Serie auch schon überzählig. Und Torschütze zum wegweisenden 1:0 war der erst 19-jährige Marco Miranda aus der vierten Linie.

Miranda brachte die ZSC Lions mit seinem ersten Playoff-Tor und seinem zweiten insgesamt in der National League in der 35. Minute in Führung. Das erste Tor in der obersten Spielklasse hatte der frühere Junior vom ZSC-Partnerteam Dübendorf am 28. November in einem Qualifikationsspiel gegen den gleichen Gegner erzielt (3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen der Lions in Zug).

Bei den Gästen wirkte zwar Abwehrchef und Captain Raphael Diaz wieder mit. Dennoch blieb bei den Gästen eine Steigerung aus. Der EVZ wirkte mit Fortdauer der Partie saft- und kraftlos. Am Ende kassierte das Team von Harold Kreis die dritte Niederlage in Folge in dieser Serie.

Mit dem Ende des Startdrittels waren die Emotionen hochgekocht. Verbale Scharmützel weiteten sich zu einem grösseren Gerangel und dem Austausch von einigen Handgreiflichkeiten zwischen zahlreichen Spielern beider Teams aus.

Das letzte Playoff-Aufeinandertreffen hatten die ZSC Lions 2012 gegen Zug ebenfalls zu ihren Gunsten entschieden. Damals war es gar ein Sweep der ZSC Lions im Halbfinal gegen den EVZ gewesen.

Telegramm:

ZSC Lions - Zug 5:0 (0:0, 2:0, 3:0)

11'200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Dipietro/Wiegand, Borga/Stuber. - Tore: 35. Miranda (Prassl) 1:0. 40. (39:38) Shore (Ausschluss Roe, Lammer) 2:0. 44. Korpikoski (Pettersson, Phil Baltisberger) 3:0. 48. Suter (Ausschluss Alatalo) 4:0. 50. Shore (Pettersson) 5:0. - Strafen: je 9mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Pettersson; McIntyre.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Guerra, Berni; Seger; Pettersson, Shore, Korpikoski; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Wick, Suter, Kenins; Künzle, Prassl, Miranda.

Zug: Stephan; Helbling, Grossmann; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Geisser, Leeger; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Lammer, Diem, Senteler; Zehnder, Kast, Schnyder.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Sjögren und Marti (alle verletzt), Pelletier und Vey (überzählige Ausländer), Pestoni (überzählig), Zug ohne Holden (überzähliger Ausländer). - 48. Head-Schiedsrichter Wiegand Marc Wiegand schied verletzt aus (von da an nur noch Alessandro Dipietro als Head-Schiedsrichter). - 56. Stephan hält Penalty von Korpikoski.

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