Im Dienste des Nachwuchses
Die Topskorer-Ehrung der National League stand unter dem treffenden Motto «James Bond»

Im Stil von James Bond, also im edlen Smoking und mit Fliege, erschienen sie nicht, die besten Skorer der zwölf National-League-Teams. Sie mussten sich für die Ehrung im Berner Tramdepot sowieso bald einmal in ihre Topskorer-Trikots stürzen.

Marcel Kuchta
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Die zwölf Topscorer der National League vereint: Zusammen hatten sie 153 000 Franken erspielt.

Die zwölf Topscorer der National League vereint: Zusammen hatten sie 153 000 Franken erspielt.

KEYSTONE

Aber das Motto, unter welchem der alljährliche Event von Hauptsponsor Postfinance stand, verfolgte die Spieler auf Schritt und Tritt. Sei es mit persönlich angepassten Filmplakaten nach Vorlage von James-Bond-Streifen. Sei es mit einem edlen Aston Martin, der mitten im Saal stand. Sei es mit den liebevoll verkleideten Schaufensterpuppen.

Insgesamt spielten die Topskorer der beiden höchsten Spielklassen (National League und Swiss League) rund 250 000 Franken für ihre Nachwuchsabteilungen ein. Am meisten Geld sammelte Lausannes Dustin Jeffrey, der mit seinen 57 Punkten 17 100 Franken in die Nachwuchskassen spülte. Besonders bemerkenswert ist übrigens die Tatsache, dass mit Luca Fazzini erstmals ein Tessiner Spieler Topskorer des HC Lugano wurde – und erst noch ein waschechtes Eigengewächs der «Bianconeri» ist.

Eine halbe Million für die Zukunft

Doch nicht nur die Junioren der Klubs kommen auf ihre Kosten. Auch die Nachwuchs-Nationalteams von Swiss Icehockey profitieren vom grosszügigen Sponsoring der Postfinance, welche noch einmal 250 000 Franken auszahlt. Insgesamt fliessen also über eine halbe Million Franken in die Zukunft des Schweizer Eishockeys. Oder anders ausgedrückt: Die Topskorer handelten nicht – wie James Bond – im Dienste Ihrer Majestät, sondern im Dienste des Nachwuchses.

Nicht alle der zwölf National-League-Topskorer erwiesen sich als sattelfest punkto Filmen mit dem berühmtesten Geheimagenten der Welt. Aber immerhin wusste Berns Andrew Ebbett, worauf es in den Filmen wirklich ankommt. Auf die Frage, was er gerne mal als James Bond erleben möchte, antwortete der Kanadier: «Ich würde gerne einen Tag auf einer dieser schönen Inseln verbringen. Aber erst am Ende des Films, wenn alle gefährlichen Szenen durch sind – und natürlich mit den Frauen.»