Reto Berra zu Fribourg-Gottéron. Dass der Goalie die wichtigste Position im Eishockey ist, stellt keine neue Erkenntnis dar. Deshalb ist Reto Berra der Königstransfer in diesem Sommer. Der 31-jährige Zürcher gehört in der National League zu den besten seines Faches. Berra war in den vergangenen fünf Saisons in Nordamerika engagiert, vermochte sich aber trotz eines guten Starts bei den Calgary Flames nicht in der NHL durchzusetzen. Der 1,94 m grosse Hüne bestritt aber immerhin 76 Partien in der besten Liga der Welt und brachte es auf eine Abwehrquote von 90,5 Prozent. Berra unterschrieb schon vor einem Jahr bei Fribourg, nutzte dann aber eine Ausstiegsklausel und schloss sich der Organisation der Anaheim Ducks an. Bei den Kaliforniern kam er aber nur zu fünf Einsätzen, mehrheitlich spielte er in der AHL. Nun tritt der zweifache WM-Silbermedaillengewinner den Vertrag mit Gottéron doch noch an. Mit Berra im Tor dürfen die Westschweizer wieder auf bessere Zeiten hoffen - die letzte Halbfinal-Qualifikation liegt vier Jahre zurück.

Damien Brunner zu Biel. Brunner gehört hierzulande unbestritten zu den talentiertesten Stürmern. Der 32-jährige Zürcher, 2012 Topskorer der NLA-Qualifikation, hätte auch das Potenzial für eine gute Karriere in der NHL gehabt. Das bewies er in der ersten Saison bei Detroit mit 17 Toren und insgesamt 35 Skorerpunkten in 58 Partien. Danach lehnte er ein Angebot der Red Wings ab, was wohl ein Fehler war. Zwar erhielt er einen Vertrag bei New Jersey, allerdings setzten ihn die Devils im Dezember 2014 auf die Waiver-Liste. Da sich Brunner die AHL nicht antun wollte, kehrte er in die Schweiz zurück. Die dreieinhalb Jahre in Lugano standen jedoch unter keinem guten Stern. Zahlreiche Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, zuletzt erlitt er Anfang März einen Beinbruch. Von diesem hat sich Brunner gut erholt, die Saisonvorbereitung verlief ohne Komplikationen. In Biel will er nun zur alten Stärke zurückfinden. Gelingt ihm das, dürfte es im Seeland einiges zu jubeln geben.

Philippe Furrer zu Fribourg. Furrer ist nicht nur ein zuverlässiger und routinierter Verteidiger, er ist auch jemand, der eine Mannschaft mit seinem Charisma stärker macht. Jedenfalls erreichte Lugano in den drei Jahren mit Furrer zweimal den Final, nachdem die Bianconeri in den neun Saisons zuvor keine Playoff-Runde überstanden hatten. Insofern erstaunt es nicht, das neben Fribourg auch Biel, die SCL Tigers und Genève-Servette um die Gunst des 33-Jährigen gebuhlt haben. Furrer hat in Murten im Kanton Freiburg ein Haus gebaut, deshalb zog es ihn in diese Region zurück.

Denis Hollenstein/Simon Bodenmann zu den ZSC Lions. Sowohl Hollenstein als auch Bodenmann sind gestandene Nationalspieler und für jeden Schweizer Verein eine Verstärkung. Allerdings war das Kader der Lions schon vorher hervorragend bestückt, nicht umsonst holte der ZSC den Titel. Insofern müssen sich die beiden eine wichtige Rolle hart verdienen. Für den vom SC Bern gekommenen Bodenmann ist das nichts Neues, Hollenstein dagegen war bei Absteiger Kloten der unbestrittene Leader.