Die Welt ist eine Scheibe
Der ZSC hat zwei offene Rechnungen zu begleichen

Zum dritten Mal treffen ab Donnerstag die ZSC Lions und der HC Davos in einer Playoff-Finalserie aufeinander. Davos gewann beide bisherigen Duelle. Ein kleiner Rückblick auf die doppelte ZSC-Schmach, die sich nicht ein drittes Mal wiederholen soll.

Marcel Kuchta
Marcel Kuchta
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Im letzten Playoff-Final gegen Davos 2005 zog der ZSC zum zweiten Mal den Kürzeren.

Im letzten Playoff-Final gegen Davos 2005 zog der ZSC zum zweiten Mal den Kürzeren.

Keystone

2002 stehen die Löwen Spalier zum ersten Davoser Titelgewinn nach 18-jähriger Wartefrist. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Der HCD macht seinen Triumph auf kürzestem Weg perfekt und gewann mit 4:0-Siegen. 3:0, 6:2, 3:1 und 4:1 lauten die Resultate. Die Zürcher sind nach zwei Meistertiteln in Serie nicht mehr in der Lage, das Ruder gegen die jungen, wilden Davoser mit den beiden NHL-Rückkehrern Michel Riesen und Reto von Arx herumzureissen.

Der Meistertitel ist für den HCD der Auftakt zu einer Erfolgs-Dynastie, welche in den kommenden neun Jahren insgesamt fünf Meisterschaften und zwei weitere Finalteilnahmen bedeuten sollte.

Drei Jahre später treffen sich die beiden Mannschaften erneut im Playoff-Final. Wieder gehen die Davoser siegreich aus dem Duell der beiden Traditionsteams hervor. Den entscheidenden Unterschied machen bei den Bündnern die drei NHL-Spieler aus, die aufgrund des damaligen Lock-outs beim HCD anheuerten. Während sich Arno Del Curto in weiser Voraussicht die Dienste von Stars wie Joe Thornton, Rick Nash und Niklas Hagman sicherte, setzten die Lions fast ausschliesslich auf «normale» Ausländer – und hatten in der Finalserie klar das Nachsehen.

Nach dem überraschenden Startsieg in Davos (6:4) verloren die Zürcher, die ihre Heimspiele wegen des laufenden Umbaus des Hallenstadions im «Stadiönli» von Oerlikon austragen mussten, viermal in Serie. Den Siegtreffer in der Verlängerung der fünften Partie erzielte ausgerechnet der einzige «reguläre» HCD-Ausländer – Josef Marha.