Eishockey
Der EHC Olten ist immer noch auf der Suche nach Konstanz

Der EHC Olten bekommt im Heimspiel gegen Ajoie die Gelegenheit, endlich wieder einmal nach der regulären Spielzeit zu gewinnen. Das war zuletzt am 23. Oktober gegen die GCK Lions der Fall.

Michael Forster
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Oltens Nummer 22, Justin Feser, läuft für mindestens zwei weitere Jahre in grün-weiss auf.

Oltens Nummer 22, Justin Feser, läuft für mindestens zwei weitere Jahre in grün-weiss auf.

HR Aeschbacher

Die Oltner entwickeln sich zu wahren Spezialisten für knappe Entscheidungen. In den letzten vier Spielen musste man in die Verlängerung, dreimal hintereinander gar ins Penaltyschiessen. Achtmal reichte den Powermäusen die reguläre Spielzeit in dieser Saison nicht zur Entscheidung, wobei sie nur dreimal das bessere Ende für sich behielten und zwei Verlängerungen respektive ein Penaltyschiessen zu ihren Gunsten entschieden.

Bereits der erste Vergleich zwischen Ajoie und Olten, jener vom 10. Oktober, hätte beinahe einen unentschiedenen Spielstand nach 60 Minuten gebracht. Ajoie war die aktivere Mannschaft, gab den (verdienten) Sieg aber im letzten Drittel aus der Hand, als Remo Hirt vier Minuten vor dem Ende den 4:3-Siegtreffer für die Powermäuse erzielte.

Beobachten, predigen, coachen

Zum zweiten Vergleich treten die beiden langjährigen NLB-Teams als Tabellennachbarn an. Ajoie winkt die Chance, mit einem Heimsieg am EHCO vorbeizuziehen und auf Rang 3 zu klettern. Doch auch die Jurassier zeigten in den letzten Runden zwei verschiedene Gesichter und sind auf der Suche nach Konstanz.

Konstanz – das ist auch das Stichwort aufseiten der Oltner. «In den Spielen haben wir immer wieder Hochs und Tiefs», schüttelt Dino Stecher den Kopf. «Die Leistungen in den letzten Partien haben uns schon ein wenig den Kopf zerlesen.» Die Probleme, ist sich der Assistenztrainer bewusst, lassen sich aber nicht von heute auf morgen beseitigen. «Vielmehr ist in dieser Phase beobachten angesagt, predigen und coachen.»

Schwarzenbach bis Ende Jahr out

Die Mannschaft funktioniere grundsätzlich: «Doch in den Spielen kommt es immer wieder vor, dass die Konzentration verloren geht und sich jemand etwas herausnimmt. Das bricht jedes Mal den Rhythmus.» Dessen müsse sich zuerst einmal die Mannschaft bewusst werden. «Unsere Stärke ist das Kollektiv. Wir sind auf allen Positionen stark besetzt, doch die einzelnen Linien müssen untereinander funktionieren.»

Es ist möglich, dass es gegen Ajoie kleinere Rochaden unter den Linien geben wird, räumt Stecher ein. Man werde aber mit den gleichen Spielern ins 18. Spiel der laufenden Meisterschaft steigen, wie zuletzt in Weinfelden. Also wieder, zum 4. Mal in dieser Saison, mit Kevin Huber im Tor. Nicht im Aufgebot stehen Codey Burki (Hirnerschütterung) und Diego Schwarzenbach. Der Stürmer will nach seiner Schulterverletzung aber noch vor Ende Jahr wieder aufs Eis zurückkehren.

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