Ligaqualifikation

Der EHC Kloten braucht noch einen Sieg gegen Rapperswil-Jona zum Klassenerhalt

Thierry Baders Tor nach 7:24 Minuten der Verlängerung trägt Kloten in der Ligaqualifikation zwei Matchpucks ein. Die Klotener bezwingen die Rapperswil-Jona Lakers 4:3 und führen in der Serie 3:2.

Der EHC Kloten hat in der Ligaqualifikation wieder die Nase vorne. Die Klotener gewannen ein spektakuläres Spiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers mit 4:3 nach Verlängerung. Der 20-jährige Thierry Bader entschied nach 67:24 Minuten die Partie.

Am Ende schlugen sich die Lakers selber. Sie führten zwei Minuten vor Schluss mit 3:2 und konnten bis 15 Sekunden vor Schluss in Überzahl spielen. Aber sie liessen es im Powerplay zu, dass Kloten durch Denis Hollenstein nochmals ausglich. Und in der Verlängerung liess Goalie Melvin Nyffeler in der 68. Minute einen äusserst haltbaren Schuss von Thierry Bader, Klotens 13. Stürmer, aus spitzestem Winkel passieren.

Es war das dramatische Ende einer spektakulären Partie, die in der regulären Spielzeit beiden Teams einmal aus dem Ruder gelaufen ist.

Zuerst spielte Kloten wie aus einem Guss. Die 7624 Zuschauer im ausverkauften Eisstadion am Schluefweg feierten ihren EHC zu Beginn des zweiten Abschnitts wie noch nie diese Saison. Nach zuletzt zwei Siegen (3:2 n.V. und 4:0) führte Kloten schon nach neun Minuten 2:0. Das National-League-Team dominierte die Partie. Nach Torschüssen stand es nach 23 Minuten 21:6 für Kloten. Rapperswils Coach Jeff Tomlinson nahm sein Timeout nach dem zweiten Gegentor und schmiss die Taktiktafel weit weg. Alles, was sich seine Lakers vorgenommen hatten - mehr laufen, dem Gegner keinen Raum lassen, volle Konzentration -, hatten die Spieler früh über Bord geworfen.

Dann die Wende: Der routinierte Klotener Verteidiger Lukas Stoop, der nächste Saison nach Davos zurückkehrt, mit dem er schon zweimal Meister geworden ist, verlor hinter dem eigenen Goal den Puck an Rapperswils Josh Primeau. Primeau bediente Verteidiger Fabian Maier, und der verkürzte für die Lakers auf 1:2. Für die Lakers war es der erste Goal nach 138 Minuten und 33 Sekunden. Und das Goal bewirkte ein Wunder: Binnen 384 Sekunden machten die Lakers aus dem 0:2 ein 3:2. Während dieser Phase überstand Rapperswil auch noch eine Strafe.

Klotens Trainer André Rötheli nahm das Timeout. Auch Rötheli stellte fest, dass seine Vorgaben ("Konsequent spielen vor beiden Toren") längst nicht mehr umgesetzt wurden. Nach 40 Minuten hätten die Lakers auch 5:2 führen können. Dion Knelsen vergab zwei grandiose Möglichkeiten; Jeremy Morin traf noch die Latte (32.).

Aber auch die Lakers gaben das Spiel vor der Verlängerung aus der Hand: Obwohl sie Powerplay spielen konnten, kassierten sie 49 Sekunden vor Schluss durch Denis Hollenstein den 3:3-Ausgleich.

Wie geht's nun am Montag weiter? Prognosen in dieser wechselhaften Serie sind schwierig. Klar aber ist, dass Kloten nur noch einen Sieg aus zwei Spielen braucht, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

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