EHC Olten

Corona-Pandemie: Muss auch EHCO-Trainer Fredrik Söderström in Quarantäne?

Olten-Trainer Fredrik Söderström

Olten-Trainer Fredrik Söderström

Schweden gehört zu den Ländern, für die ab sofort spezielle Einreisebedingungen in die Schweiz gelten. Das heisst, dass vermutlich auch EHCO-Trainer Fredrik Söderström, dessen Rückkehr nach Olten für anfangs August geplant war, bis zu zwei Wochen früher anreisen muss. Inzwischen steht auch fest, dass Sportchef Marc Grieder in der kommenden Saison auch noch als Assistenztrainer im Einsatz stehen wird.

29 Länder umfasst die Liste, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag veröffentlichte. Dazu gehört auch Schweden, die Heimat von EHC-Olten-Trainer Fredrik Söderström. Die Schweden sind bei der Bekämpfung des Coronavirus bekanntlich einen speziellen Weg gegangen und leiden entsprechend unter hohen Ansteckungsraten. Das BAG schreibt deshalb: "Personen, die in die Schweiz einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 (Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko) aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben. Sie müssen sich während 10 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufhalten (Quarantäne)."

"Ich respektiere diese Massnahmen vollumfänglich"

Für Fredrik Söderström heisst dies höchstwahrscheinlich, dass er seine Anreise in die Schweiz vorverschieben muss. Der Auftakt des Eistrainings im Kleinholz ist auf den 3. August terminiert. Bei zehn Tagen obligatorischer Quarantäne wird der Mann aus Leksand schon Mitte Juli seine Wohnung beziehen müssen, damit er rechtzeitig unter die Leute darf. "Ich habe mich mental natürlich schon auf dieses Szenario eingestellt. Und ich respektiere diese Massnahmen natürlich vollumfänglich", sagt Söderström auf Anfrage via Telefon. Und fügt an, dass eine frühzeitige Rückkehr auch überhaupt kein Problem darstelle: "Ich hatte jetzt viel Zeit, meine Familie und meine Freunde in Schweden zu geniessen."

Fredrik Söderström freut sich oder so auf seine Rückkehr nach Olten. Kontakt mit den Spielern hatte er erst via Video-Konferenz. Gewöhnungsbedürftig werde für den Schweden sein, den neuen Akteuren in den Reihen des EHCO nicht die Hand schütteln zu dürfen (Söderström: "Ich spüre meine Spieler gerne"). "Und ich weiss auch noch nicht wirklich, wie ich mich während meiner Quarantäne verhalten muss. Darf ich spazieren gehen? Muss jemand für mich einkaufen?". Antworten auf diese Fragen wird Söderström bald erhalten.

Assistenztrainer: Es wird Marc Grieder

Wer Fredrik Söderström in Zukunft als Assistenztrainer unterstützen wird, inzwischen fix. Sportchef Marc Grieder wird in der kommenden Saison an der Seite des Schweden an der Bande stehen. Die Beiden haben in der vergangenen Meisterschaft nach dem überraschenden Abgang von Dennis Hall und bis zur Verpflichtung von Tommy Sjödin recht gut harmoniert. Auch angesichts der Tatsache, dass mit Grieders Doppelmandat die angespannten Finanzen weiter entlastet werden können, ist dies für alle Parteien eine vernünftige Variante. Söderström ist jedenfalls happy mit diesem Entscheid: «Das ist eine gute Lösung. Marc ist loyal, ambitioniert, verlangt viel von den Spielern und bringt grosse Erfahrung im Schweizer Eishockey mit. Er kennt die Liga, er kennt die Spieler. Dazu ist er eine Person, die ich schätze und mit der ich gerne zusammenarbeite. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam gute Arbeit leisten werden.»

B-Lizenzen: Verschiedene Szenarien

Betreffend B-Lizenz-Spielern, die das EHCO-Kader in der kommenden Saison ergänzen, ist noch vieles offen. Die beiden Langnauer Youngster Joel Salzgeber und Keijo Weibel sind weiterhin die präferierte Lösung. Möglich aber auch, dass die SCL Tigers angesichts der Tatsache, dass es in der kommenden Saison keinen Absteiger gibt, aus Kostengründen stärker auf den eigenen Nachwuchs setzen und somit auch Salzgeber und Weibel vermehrt zu Einsätzen in der National League kommen.

Mit Noah Fuss und Jan Schöni (Sohn von Ex-EHCO-Spieler Thomas Schöni) könnten zudem zwei Junioren des SC Bern potenziell für Gastspiele bei den Powermäusen in Frage kommen. Dazu hat es noch einige interessante Spieler auf dem Markt, die immer noch neue Arbeitgeber suchen und sich für Try-outs empfehlen (u.a. Cédric Hüsler/Rapperswil oder Josh Primeau/Sierre). Die Chance alerdings, dass die Oltner noch einen "fertigen" Swiss-League-Spieler unter Vertrag nehmen, dürfte aber minim sein. 

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