Eishockey Round-Up
Brunners Ende, Andrighetto bricht 37-Jährigen Rekord, Meier überragt

Momentan spielen 10 Schweizer in der NHL und viele mehr in der AHL und nordamerikanischen Juniorenligen. Die Nordwestschweiz zeigt jede Woche, wie die Auslandschweizer in Form sind.

Michael Meier
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Die Eishockey-Schweizer im Ausland

Die Eishockey-Schweizer im Ausland

Keystone

NHL (National Hockey League)

Mark Streit, Philadelphia Flyers, Vert., 36-jährig.
Form: 100% (Letzte Woche: 70%, Vorletzte Woche: 40%)

Letzte Woche: 3 Spiele, 3 Punkte (0 Tore, 3 Assists), + 3 Bilanz, TOI: 22:08 (Time on Ice = durchschn. Eiszeit). – Insgesamt: 29 Spiele, 18 Punkte (4 Tore, 14 Assists), + 6 Bilanz, TOI: 22:46.

Letzte Woche: 3 Spiele, 3 Punkte (0 Tore, 3 Assists), + 3 Bilanz, TOI: 22:08 (Time on Ice = durchschn. Eiszeit). – Insgesamt: 29 Spiele, 18 Punkte (4 Tore, 14 Assists), + 6 Bilanz, TOI: 22:46.

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Zwei von drei Spielen gewonnen, drei Assists. Für Streit lief es in der vergangenen Woche wie aus einem Guss. Der Berner gehört zu den 12 punktebesten Verteidigern der gesamten Liga, und hat noch immer eine klare Plus-Bilanz – bei einem Team, das bisher mehr Spiele verloren hat als gewonnen. Auch mit 36-Jahren gehört Streit noch lange nicht zum alten Eisen, und könnte in den nächsten Wochen zu einem Garanten für die Aufholjagd auf die Playoff-Plätze avancieren. Fünf Punkte Rückstand sind es momentan. Das ist durchaus aufholbar, vor allem mit einem Kader wie es die Flyers besitzen, und einem Mark Streit in Topform.

Sven Andrighetto, Montreal Canadiens, Ang., 21-jährig.
Form: 100% (Letzte Woche: 100%)

Letzte Woche: 2 Spiele, 2 Punkte (1 Tor, 1 Assist), + 1 Bilanz, TOI: 12:40. – Insgesamt: 3 Spiele, 3 Punkte (2 Tore, 1 Assist), + 2 Bilanz, TOI: 12:18.

Letzte Woche: 2 Spiele, 2 Punkte (1 Tor, 1 Assist), + 1 Bilanz, TOI: 12:40. – Insgesamt: 3 Spiele, 3 Punkte (2 Tore, 1 Assist), + 2 Bilanz, TOI: 12:18.

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Der kleine Schweizer mischt weiter munter die beste Liga der Welt auf. Drei Skorerpunkte in den ersten drei Spielen. Damit schrieb der Zürcher Franchise-Geschichte. Seit 37 Jahren und einem gewissen Pierre Mondou ist es keinem Spieler der Montreal Canadiens mehr gelungen, in jedem seiner ersten drei Spielen zu skoren. Andrighetto besticht mit seiner Schnelligkeit und Wendigkeit, und verblüfft mit einer untypischen Schweizer Eigenschaft: Kaltschnäuzigkeit. Vielleicht hat sich der Ex-ZSC-Junior diese in seinen 3 Jahren in Nordamerika (zwei Jahre in der Jugendliga QMJHL, ein Jahr AHL) zugelegt. Nach seinem ersten Heimspiel im „Bell Center“ am Mittwoch, bei dem Andrighetto den Game-Winner von Plekanec vorbereitete, gab der 21-Jährige einen Einblick in sein Gefühlsleben: „Das war ein super Tag. Es ist ein riesen Erlebnis, das erste Spiel im Bell Center. Die Fans hier sind unglaublich, Montreal ist hockeybegeistert, es ist wirklich cool hier draussen zu spielen. Mit dem Aufruf in die NHL ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen.“ Andrighetto wird voraussichtlich in den Genuss von weiteren Spielen im Bell Center kommen, denn der Center Lars Eller ist noch für mindestens eine weiter Woche nicht einsatzfähig (Verletzung am Oberkörper). Weitere Spiele, in denen er sich für einen definitiven Platz im Kader der Montreal Canadiens aufdrängen kann. Und Skorerpunkte sind bekanntlich die besten Argumente.

Nino Niederreiter, Minnesota Wild, Ang., 22-jährig.
Form: 90% (Letzte Woche: 60%, Vorletzte Woche: 90%)

Letzte Woche: 3 Spiele, 2 Punkte (2 Tore, 0 Assists), +/- 0 Bilanz, TOI: 15:22. – Insgesamt: 28 Spiele, 16 Punkte (13 Tore, 3 Assists), - 5 Bilanz, TOI: 14:17.

Letzte Woche: 3 Spiele, 2 Punkte (2 Tore, 0 Assists), +/- 0 Bilanz, TOI: 15:22. – Insgesamt: 28 Spiele, 16 Punkte (13 Tore, 3 Assists), - 5 Bilanz, TOI: 14:17.

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Man sagt ein guter „Power Forward“, also ein kräftiger, robuster Stürmer mit Goalgetterqualitäten braucht einige Jahre, um so richtig in der NHL Fuss zu fassen. Bei Nino Niederreiter (188ch/95kg) reichten 2 ganze Saisons (im ersten Jahr spielte er nur 5 Spiele für die New York Islanders, die Saison 2012/13 verbrachte er in deren Farmteam in der AHL). Der Bündner nimmt gerade mehrere Schritte auf einmal und entwickelt sich mehr und mehr zu einem respektierten Stürmer in der besten Liga der Welt. Der 22-Jährige ist ein veritabler „Sniper“, ein Scharfschütze. Es ist eine Qualitätssiegel für einen Stürmer, der besonders kaltblütig seine Tore schiesst. Und dies tut Niederreiter, schon seit Jahren. Ausser in der letzten NHL-Saison für Minnesota, hat er in jeder Station seiner bisherigen Karriere mehr Tore erzielt als Assists geliefert. Er ist kein Spieler für die Galerie, der mit herausragender Übersicht seine Mitspieler besser macht. Er macht sein Team besser, indem er die Vorlagen seiner Mitspieler eiskalt verwertet. Solche Stürmer sind eine Rarität und höchst angesehen. Kommt dazu, dass Niederreiter die wichtigen Tore erzielt. Bereits drei Game-Winner gelangen ihm. Nur vier Spieler erzielten mehr spielentscheidende Tore.

Roman Josi, Nashville Predators, Vert., 24-jährig.
Form: 85% (Letzte Woche: 90%, Vorletzte Woche: 95%)

Letzte Woche: 3 Spiele, 1 Punkt (0 Tore, 1 Assist), + 3 Bilanz, TOI: 26:21. – Insgesamt: 29 Spiele, 15 Punkte (3 Tore, 12 Assists), + 11 Bilanz, TOI: 26:21.

Letzte Woche: 3 Spiele, 1 Punkt (0 Tore, 1 Assist), + 3 Bilanz, TOI: 26:21. – Insgesamt: 29 Spiele, 15 Punkte (3 Tore, 12 Assists), + 11 Bilanz, TOI: 26:21.

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Dieser Mann kennt keine Schwächen! Roman Josi liefert Woche für Woche Top-Leistungen ab. Auch dank ihm bleiben die Nashville Predators in Tuchfühlung zur Spitze der Western Conference. Josi hat den Schritt vom talentierten Jungstar zum Star-Verteidiger in der NHL vollzogen. Und die Predators freuen sich über ein Schnäppchen: Denn vor einem Jahr verlängerten sie den Vertrag mit dem damals 23-Jährigen um gleich sieben Jahre. Für insgesamt 28 Mio. Dollar. Verglichen mit den Löhnen von anderen Verteidigern mit vergleichbarem Leistungsniveau ein Spotpreis. Josi begründete die lange Laufzeit damals damit, dass er schon einige Gehirnerschütterungen gehabt habe, und den Vertrag auch als eine Art Absicherung sehe. Trotz dessen, heute könnte er locker noch einige Millionen mehr herausholen.

Yannick Weber, Vancouver Canucks, Vert., 26-jährig.
Form: 40% (Letzte Woche: 60%, Vorletzte Woche: 70%)

Letzte Woche: 3 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 1 Bilanz, TOI: 16:13. – Insgesamt: 25 Spiele, 7 Punkte (1 Tor, 6 Assists), + 2 Bilanz, TOI: 15:58.

Letzte Woche: 3 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 1 Bilanz, TOI: 16:13. – Insgesamt: 25 Spiele, 7 Punkte (1 Tor, 6 Assists), + 2 Bilanz, TOI: 15:58.

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Diese Woche stand für Weber die Rückkehr nach Montreal, zu seinem ehemaligen Club auf dem Programm. Alle bisherigen Spiele im Bell Center hat er wegen Verletzungen verpasst. Es war ein emotionales Spiel für den 26-Jährigen, der insgesamt fünf Saisons bei den Canadiens verbrachte. Zwar verlor Vancouver mit 1:3, aber Weber kann trotzdem zufrieden sein, mit seinem Wechsel. Während er es bei Montreal nie zum unumstrittenen Stammspieler schaffte und zwischen Eis und Tribüne hin und herpendelte, hat er sein Glück bei den Canucks gefunden. Dementsprechend glücklich ist er: „Wir haben ein gutes, erfolgreiches Team und mir persönlich läuft es gut. So macht es Spass. Ich hoffe, dass ich so weiterfahren, mich weiter verbessern und die Saison so durchziehen kann.“ Und auch privat ist der 26-Jährige glücklich, er ist nämlich schon seit über einem Jahr mit der Schwester von Montreals Stargoalie Carey Price liiert.

Mirco Müller, San Jose Sharks, Verteidiger, 19-jährig.
Form: 40% (Letzte Woche: n.z.b., vorletzte Woche: 50%)

Letzte Woche: 3 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 1 Bilanz, TOI: 16:56 – Insgesamt: 24 Spiele, 3 Punkte (1 Tor, 2 Assists), - 2 Bilanz, TOI: 17:09.

Letzte Woche: 3 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 1 Bilanz, TOI: 16:56 – Insgesamt: 24 Spiele, 3 Punkte (1 Tor, 2 Assists), - 2 Bilanz, TOI: 17:09.

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Nachdem er in der letzten Woche eine kleine Warnung erhielt, und dreimal zuschauen musste, durfte der Rookie diese Woche wieder für die Sharks verteidigen. Er tat dies gewohnt solid. In seiner Spielweise erinnert er an Luca Sbisa, den zweiten Schweizer Defensiv-Verteidiger. Die Sharks wissen, dass sie mit Müller einen Rohdiamanten zu schleifen haben und nehmen diese Aufgabe dementsprechend behutsam in Angriff. So gewährte man Müller in der Nacht auf Sonntag wieder eine Pause. Der 19-Jährige soll nicht verheizt und bestmöglich von medialem Kreuzfeuer ferngehalten werden.

Jonas Hiller, Calgary Flames, Goalie, 32-jährig.
Form: 30% (Letzte Woche: n.z.b., vorletzte Woche: 25%)

Letzte Woche: 2 Spiele, 49 Schüsse (44 Paraden / 5 Gegentore), SV%: 0.895 (gehaltene Schüsse in %), GAA: 2.50 (Gegentore durchschnittlich pro Spiel). – Insgesamt: 18 Spiele, 498 Schüsse (454 / 44), SV%: 0.913, GAA: 2.50.

Letzte Woche: 2 Spiele, 49 Schüsse (44 Paraden / 5 Gegentore), SV%: 0.895 (gehaltene Schüsse in %), GAA: 2.50 (Gegentore durchschnittlich pro Spiel). – Insgesamt: 18 Spiele, 498 Schüsse (454 / 44), SV%: 0.913, GAA: 2.50.

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Es läuft weiter nicht nach Wunsch für Jonas Hiller. Dem Appenzeller, der zu Saisonbeginn überragte, wurde von seinem Konkurrenten Karri Ramo der rang abgelaufen. In der vergangenen Woche bekam Hiller in zwei Spielen eine Chance, seine Klasse zu beweisen. Gelungen ist es ihm nur halbwegs. Am Dienstah konnte er die 1:4 Niederlage gegen Toronto nicht verhindern, und auch am Freitag gingen die Flames mit einer 1:3-Niederlage vom Eis. Gegner Pittsburgh hatte Hiller bereits nach weniger als fünf Spielminuten zweimal bezwungen. Es war gleichzeitig die vierte Niederlage in Folge, Calgary ist in die erste Krise der Saison geschlittert. Umso dringender brauchen sie einen Rettungsanker – Hiller in der Form der ersten Saisonwochen.

Luca Sbisa, Vancouver Canucks, Verteidiger, 24-jährig.
Form: 25% (Letzte Woche: 60%, Vorletzte Woche: 75%)

Letzte Woche: 3 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 5 Bilanz, TOI: 19:42. – Insgesamt: 25 Spiele, 4 Punkte (2 Tore, 2 Assists), - 7 Bilanz, TOI: 18:35.

Letzte Woche: 3 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 5 Bilanz, TOI: 19:42. – Insgesamt: 25 Spiele, 4 Punkte (2 Tore, 2 Assists), - 7 Bilanz, TOI: 18:35.

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Sbisa erlebte einen miserablen Samstag-Abend. Gleich mit 1:5 ging man gegen die New York Rangers unter, und Sbisa stand bei vier Gegentreffern auf dem Eis. Doch der 24-jährige ist mittlerweile ein hochangesehener „Shutdown Defensman“, ein körperbetonter Defensivverteidiger, dass er sich solche Ausreisse nach unten leisten kann, ohne gleich Konsequenzen fürchten zu müssen. Dies ganz im Gegensatz zur letzten Saison bei den Anaheim Ducks, in der er vom Trainer mehr und mehr übergangen wurde, und sein Selbstvertrauen verlor. „Es war nach fünf Jahren Anaheim Zeit für einen Wechsel. Es gab keine Weiterentwicklung mehr, ich hatte eine bestimmte Rolle und konnte mich daraus nicht mehr befreien“, sagt er dazu. Die Befreiung ist geglückt, in Vancouver schätzt man seine solide Defensivarbeit. Spiele wie gegen die Rangers sind die Ausnahme.

Raphael Diaz, Calgary Flames, Verteidiger, 28-jährig.
Form: 15% (Letzte Woche: 15%, Vorletzte Woche: 40%)

Letzte Woche: 1 Spiel, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 1 Bilanz, TOI: 09:50. – Insgesamt: 12 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 3 Bilanz, TOI: 11:22.

Letzte Woche: 1 Spiel, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 1 Bilanz, TOI: 09:50. – Insgesamt: 12 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 3 Bilanz, TOI: 11:22.

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Wie bereits in der Vorwoche stand Raphael Diaz auch in der vergangenen Woche nur in einem von drei Spielen im Einsatz. Frustriert ist Diaz deswegen nicht: „Es gefällt mir in Calgary und ich kann meine Rolle gut akzeptieren“, sagt er. Er lebt zusammen mit seiner kanadischen Freundin, welche er in Montréal, bei seinem letzten Team kennen gelernt hat. Der 28-jährige Verteidiger ist so etwas wie der Joker im Team von Ex-ZSC Coach Bob Hartley, weshalb ihm auch nicht das gleiche Schicksal wie Damien Brunner oder Seven Bärtschi – eine Abschiebung ins Farmteam – droht. Wenn einer der sechs Stammverteidiger ausfällt, kann Hartley jederzeit auf Diaz zurückgreifen und wird nicht enttäuscht. Der flinke, scheibensichere Verteidiger kann sich ohne Anpassungsprobleme sofort integrieren. Doch für regelmässige Einsätze muss er auf eine langwierige Verletzung eines Stammverteidigers „hoffen“.

Damien Brunner, New Jersey Devils, Ang., 28-jährig.
Form: nicht zu bewerten (n.z.b.). (Letzte Woche: 20%, Vorletzte Woche: 50%)

Letzte Woche: 0 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), +/- 0 Bilanz, TOI: - . – Insgesamt: 17 Spiele, 7 Punkte (2 Tore, 5 Assists), - 1 Bilanz, TOI: 15:08.

Letzte Woche: 0 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), +/- 0 Bilanz, TOI: - . – Insgesamt: 17 Spiele, 7 Punkte (2 Tore, 5 Assists), - 1 Bilanz, TOI: 15:08.

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Und plötzlich ging alles ganz schnell. Nachdem die Devils den Schweizer Nati-Stürmer am letzten Sonntag ins Farmteam in die AHL relegierten, und kein anderes NHL-Team Interesse an Brunner und dessen üppigen Gehalt (2.5 Mio. Dollar) zeigte, kehrte der 28-Jährige nach in die Schweiz, zum HC Lugano zurück. Bei Tessinern unterschrieb er einen Vertrag bis zum Ende der Saison 18/19 mit einer Ausstiegsklausel fürs Ausland nach der Saison 16/17. Er möchte sich also noch ein Hintertürchen offenhalten, das Thema NHL hat er noch nicht definitiv abgeschlossen. Er kommentierte sein vorläufiges Ende in Nordamerika wie folgt: „Die Veränderung in meiner sportlichen Karriere kommt zum richtigen Zeitpunkt: Ich merkte, dass ich ein Umfeld brauche, das Vertrauen in meine Fähigkeiten hat. Die Erfahrungen in der NHL waren ein super Lernprozess.» Bleibt ein Fazit zu Brunners NHL-Karriere, denn ab nächster Woche wird er nicht mehr in dieser Auflistung erscheinen. Brunner hat in 121 Spielen in der NHL 58 Skorerpunkte gesammelt. Ein mehr als ansehnlicher Wert. Er hat vor allem in seiner ersten Saison bei Detroit überzeugt. Im Nachhinein war es ein Fehler, dort nicht zu verlängern. Im defensivem Spielsystem der Devils fühlte sich der offensive Freigeist nie wohl. Neben seinen Skorerpunkten drückt eine weitere Zahl Brunners Spiel aus. Er hat in den drei Saisons insgesamt eine Minus-18-Bilanz gesammelt und dies nicht etwa in notorischen Verliererteams. In der NHL sind Spieler gefragt, die an beiden Enden des Feldes ihre Leistung bringen. Oder aber sie müssen offensiv so stark sein, dass sie durchschnittlich einen Punkt pro Spiel skoren. Beides war bei Brunner nicht der Fall. In der Defensivbewegung fehlte ihm manchmal die letzte Konsequenz. So kann man sich in der Schweiz freuen, schon bald wieder die Kunststücke von Damien Brunner live miterleben zu können.

Sven Bärtschi, Calgary Flames, Angreifer, 22-jährig.
Form: n.z.b. (letzte Woche: 20%, Vorletzte Woche: 30%)

Letzte Woche: 0 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), +/- 0 Bilanz, TOI: - . – Insgesamt: 14 Spiele, 3 Punkte (0 Tore, 3 Assists), - 4 Bilanz, TOI: 8:55.

Letzte Woche: 0 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), +/- 0 Bilanz, TOI: - . – Insgesamt: 14 Spiele, 3 Punkte (0 Tore, 3 Assists), - 4 Bilanz, TOI: 8:55.

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Nach Damien Brunner hat es auch einen zweiten Schweizer Stürmer erwischt. Am Dienstag wurde Sven Bärtschi von den Calgary Flames zurück in die AHL, zu den Adirondack Flames relegiert, wo er die Saison bereits begonnen hatte. Die Abstufung hatte sich mehr und mehr abgezeichnet, der 22-Jährige bekam immer weniger Eiszeit und spielte offensiv keine Rolle mehr. Vielleicht ist es seiner Entwicklung sogar förderlich, in der AHL viel Eiszeit und Verantwortung zu erhalten, anstatt in der NHL in der 4. Sturmlinie mit rein defensiven Aufgaben zu versauern. Doch bei Sven Bärtschi gibt es zwei wesentliche Unterschiede zur Situation von Damien Brunner. Erstens ist er sechs Jahre Jünger und hat noch beträchtliches Entwicklungspotential. Und zweitens – und noch fast wichtiger – ist Bärtschi ein Erstrundendraft und hat somit ein gewisses Renommee, eine Lobby, welche ihm die Fortsetzung seiner NHL-Karriere erlauben sollte. Es wird sich ein anderer General Manager finden, der bereit ist, ihm eine zweite Chance zu geben. Bärtschi steckt in Calgary in einer ganz ähnlichen Situation wie Nino Niederreiter vor anderthalb Jahren bei den New York Islanders. Die Chancen, dass auch er seine Karriere durch einen Transfer retten kann – wie Niederreiter mit seinem Wechsel zu Minessota – stehen sehr gut.

Reto Berra, Colorado Avalanche, Goalie, 27-jährig.
Form: n.z.b. (letzte Woche: 10%, Vorletzte Woche: 10%)

Letzte Woche: 0 Spiele, 0 Schüsse (0 / 0), SV%: - , GAA: - . – Insgesamt: 10 Spiele, 187 Schüsse (165 / 22), SV%: 0.882, GAA: 3.57.

Letzte Woche: 0 Spiele, 0 Schüsse (0 / 0), SV%: - , GAA: - . – Insgesamt: 10 Spiele, 187 Schüsse (165 / 22), SV%: 0.882, GAA: 3.57.

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Wie letzte Woche angekündigt, hat auch die neuerliche Verletzungspause von Stammkeeper Varlamov den Status von Reto Berra nicht verbessert. Denn die Avalanche holten direkt wieder den 22 Jahre jungen Calvin Pickard aus der AHL, und der Rookie überzeugt weiter. Berra ist mittlerweile zur klaren Nummer 3 in der Organisation zurückgebunden worden. Schon bald könnte Berra ein ähnliches Szenario wie Landsmann Damien Brunner drohen, nämlich die Waivers-Liste. Seine Fangquote ist die siebtschlechteste von 69 bisher eingesetzten Goalies in der NHL. Kein Leistungsausweis, der andere Teams von einer Verpflichtung des 27-Jährigen überzeugen könnte. Bei den Avalanche hat Berra noch einen Vertrag bis 2017, über 1.45 Mio. Dollar pro Jahr.

AHL (American Hockey League)

Tanner Richard, Syracuse Crunch (Farmteam von Tampa), Angreifer, 21-jährig, Form: 80% (Letzte Woche: 90%, Vorletzte Woche: 95%).

Letzte Woche: 3 Spiele, 1 Punkt (0 Tore, 1 Assist), + 1 Bilanz.
Insgesamt: 26 Spiele, 16 Punkt (4 Tore, 12 Assists), + 15 Bilanz.

Eine weiterhin überzeugende Saison des 21-Jährigen, der drittbester Skorer seines Teams ist, und die beste Plus-Minus-Bilanz aller Spieler von Syracuse aufweist. Sollte sich ein Center von Tampa Bay verletzten oder krank sein, winkt der erste NHL-Einsatz.

Sven Bärtschi, Adirondack Flames (Farmteam Calgary in der AHL), Stürmer, 22-jährig, Form: 60% (Letzte Woche: 20%, Vorletzte Woche 30%).

Letzte Woche: 2 Spiele, 1 Punkt, (1 Tor, 0 Assists), + 1 Bilanz.
Insgesamt: 12 Spiele, 3 Punkte (1 Tor, 3 Assists), - 7 Bilanz.
Bärtschi zeigte die Richtige Reaktion auf seine Rückstufung in die AHL. Am Tag nachdem er von den Flames zurück in die AHL geschickt wurde, gelang ihm gleich sein erstes Saisontor. Dies gibt ihm hoffentlich Auftrieb, sodass er die nächste Chance in der NHL packen kann. Denn diese wird kommen (siehe oben).

Joel Vermin, Syracuse Crunch (Farmteam von Tampa), Angreifer, 22-jährig, Form: 50% (Letzte Woche: 50%, Vorletzte Woche: 75%).

Letzte Woche: 3 Spiele, 1 Punkt (1 Tor, 0 Assists), +/- 0 Bilanz.
Insgesamt: 26 Spiele, 12 Punkte (7 Tore, 5 Assists), - 2 Bilanz.

Nichts Neues von Joel Vermin. Er fällt in seiner ersten Saison in Übersee weder auf noch ab. Spielt sehr solid und skort in regelmässigen Abständen. Teamkollege Richard brauchte anderthalb Jahre, um sich in der AHL zurechtzufinden. Man muss dem jungen Berner noch etwas Zeit geben.

SHL: Svenska Hockeyligan, höchste Schwedische Liga

Dean Kukan, Lulea, Verteidiger, 21-jährig, Form: 60% (Letzte Woche: 70%, Vorletzte Woche 60%).

Letzte Woche: 2 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 2 Bilanz, TOI: 17:44.
Insgesamt: 28 Spiele, 7 Punkte (1 Tor, 6 Assists), +/- 0 Bilanz, TOI: 17:13.

Lulea kämpft weiter verbittert um Punkte im Rennen um einen Playoffplatz. Momentan fehlen deren drei. Kukan leistet seinen Beitrag mit solidem Defensivspiel, bekommt viel Eiszeit, aber es bleibt dabei. Lulea braucht mehr offensive Inputs des 21-jährigen Verteidigers.

Kevin Fiala, HV 71, Stürmer, 18-jährig, Form: 30% (Letzte Woche: 60%, Vorletzte Woche: 80%).

Letzte Woche: 2 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), +/- 0 Bilanz, TOI: 15:39.
Insgesamt: 20 Spiele, 14 Punkte (5 Tore, 9 Assists), - 3 Bilanz, TOI: 16:06.

Nachdem es in der letzten Saison nur bergauf ging – U-18-WM, U-20-WM, A-WM, NHL-Erstrundendraft – muss das Ausnahmetalent erstmals hartes Brot essen. In der letzten Woche stand er gar einmal nicht im Aufgebot für ein Auswärtsspiel. Diese Wochen gingen die Einsatzminuten zurück. Sein Trainer Andreas Johansson ist zu erzieherischen Massnahmen gezwungen. Der ehrgeizige Fiala darf sich nicht verkrampfen, muss seine Lockerheit zurückgewinnen, und dann wird er bald wieder in schöner Regelmässigkeit skoren.

Nordamerikanische Juniorenligen

Timo Meier, Halifax Mooseheads, Angreifer, 18-jährig, Liga: QMJHL (Québec Major Junior Hockey League).
Form: 100% (Letzte Woche: 100%, Vorletzte: n.z.b.).

Letzte Woche: 2 Spiele, 7 Punkte (2 Tore, 5 Assists), + 5 Bilanz.
Insgesamt: 33 Spiele, 46 Punkte (21 Tore, 25 Assists), + 11 Bilanz.

Michael Fora, Kamloops Blazers, Verteidiger, 18-jährig, Liga: WHL (Western Hockey League).
Form: 100% (Letzte Woche: 25%, Vorletzte: 85%).

Letzte Woche: 3 Spiele, 6 Punkte (2 Tore, 4 Assists), +/- 0 Bilanz.
Insgesamt: 31 Spiele, 19 Punkte (4 Tore, 15 Assists), - 9 Bilanz.

Kay Schweri, Sherbrooke Phoenix, Angreifer, 17-jährig, Liga: QMJHL.
Form: 95% (Letzte Woche: 60%, Vorletzte: 80%).

Letzte Woche: 4 Spiele, 5 Punkte (0 Tore, 5 Assists), + 1 Bilanz.
Insgesamt: 33 Spiele, 45 Punkte (7 Tore, 38 Assists), + 14 Bilanz.

Phil Baltisberger, Guelph Storm, Verteidiger, 18-jährig, Liga: OHL (Ontario Hockey League).
Form: 90% (Letzte Woche: 35%, Vorletzte: n.z.b.).

Letzte Woche: 4 Spiele, 3 Punkte (0 Tore, 3 Assists), + 2 Bilanz.
Insgesamt: 28 Spiele, 10 Punkte (2 Tore, 8 Assists), +/- 0 Bilanz.

Tim Wieser, Sherbrooke Phoenix, Angreifer, 19-jährig, Liga: QMJHL.
Form: 85% (Letzte Woche: 70%, Vorletzte: 90%).

Letzte Woche: 4 Spiele, 3 Punkte (2 Tore, 1 Assist), - 1 Bilanz.
Insgesamt: 32 Spiele, 44 Punkte (30 Tore, 14 Assists), +/- 0 Bilanz.

Pius Suter, Guelph Storm, Angreifer, 18-jährig, Liga: OHL.
Form: 75% (Letzte Woche: 85%, Vorletzte: n.z.b.).

Letzte Woche: 2 Spiele, 1 Punkt (1 Tor, 0 Assists), + 2 Bilanz.
Insgesamt: 29 Spiele, 28 Punkte (18 Tore, 10 Assists), + 1 Bilanz.

Kris Schmidli, Kelowna Rockets, Angreifer, 18-jährig, Liga: WHL.
Form: 20% (Letzte Woche: 30%, Vorletzte 70%).

Letzte Woche: 3 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), - 1 Bilanz.
Insgesamt: 30 Spiele, 17 Punkte (5 Tore, 12 Assists), + 8 Bilanz.

Yannick Rathgeb, Plymouth Whalers, Verteidiger, 19-jährig, Liga: OHL.
Form: n.z.b. (Letzte Woche: 30%, Vorletzte: n.z.b.).

Letzte Woche: 0 Spiele, 0 Punkte (0 Tore, 0 Assists), +/- 0 Bilanz.
Insgesamt: 16 Spiele, 9 Punkte (2 Tor, 7 Assists), - 6 Bilanz.

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