National League

Biel beendet die Zürcher Erfolgsserie, auch Zug verliert

Petteri Lindbohm schoss die Bieler zum Sieg

Petteri Lindbohm schoss die Bieler zum Sieg

Die ZSC Lions verlieren beim 1:3 gegen Biel erstmals nach acht Siegen wieder - und erst zum zweiten Mal zuhause. Lausanne gewinnt das Derby, Davos daheim gegen Zug.

Die beiden Teams liessen sich mehr als 39 Minuten Zeit, um im leeren Hallenstadion einigermassen auf Betriebstemperatur zu kommen. Ein Bieler Doppelschlag durch Yanick Stampfli (45.) und Petteri Lindbohm 49.) brachte die Entscheidung. Beide bezwangen den bis dahin starken Ludovic Waeber mit wuchtigen Schüssen von der blauen Linie, für den 20-jährigen Stampfli war es das erste Tor in der National League. Lindbohm traf dann auch noch ins leere Tor zum 3:1.

Die Seeländer verdienten sich den Erfolg nach einem verhaltenen Start mit einer klaren Leistungssteigerung und dem grösseren Einsatz als die erfolgsverwöhnten Zürcher. Ihre eindrückliche Serie riss so trotz der 1:0-Führung durch Marco Pedretti. Sie mussten die erste Niederlage seit dem 27. Oktober (2:5 in Ambri) einstecken.

Seltener HCD-Sieg gegen Zug

Der HC Davos kam mit 3:2 nach Verlängerung zu einem seiner seltenen Siege gegen den Leader Zug. Fabrice Herzog sorgte vier Sekunden vor Ende der Verlängerung für die Entscheidung.

Die Verlängerung knüpfte nahtlos da an, wo die Partie nach 60 Minuten temporär geendet hatte: spektakulär. Am Ende holte sich der HCD nicht unverdient den Zusatzpunkt. Bereits nach wenigen Sekunden der Overtime hatte Magnus Nygren nur die Latte getroffen, nach einem Wechselfehler der Zuger konnte Davos sogar 30 Sekunden mit 5 gegen 3 spielen. Das entscheidende 3:2 fiel allerdings erst ganz am Ende.

Mit Davos und Zug trafen die beiden offensiv stärksten Teams der Liga aufeinander, und das zeigte sich in 75 Schüssen aufs Tor (39:36). Die beiden Goalies Robert Mayer und Leonardo Genoni erwischten aber einen hervorragenden Abend. Davos gewann erst zum zweiten Mal gegen Zug in den letzten zehn Spielen und erstmals seit Oktober 2017 zuhause.

Lausanne wieder einmal Derby-Sieger

Der Lausanne HC gewann nach Rückstand wieder einmal ein Léman-Derby - mit 4:1 in Genf. Die Kräfteverhältnisse am Genfersee verschieben sich immer mehr zugunsten des finanzkräftigen Lausanne Hockey Club. Nachdem Servette acht der letzten neun Derbys für sich entschieden hatte, wendeten die Lausanner das Blatt im letzten Spiel des Jahres wieder einmal zu ihren Gunsten. Es waren die Special Teams, die in einer gehässig geführten Partie den Unterschied machten.

In der 26. Minute glich Joël Genazzi im Powerplay die frühe Führung durch Damien Riat aus, in der 35. Minute brachte Robin Leone die Waadtländer in Unterzahl in Führung. Robin Grossmann sorgte im Schlussdrittel dann für die Vorentscheidung.

Im vierten Spiel vom Mittwoch unterlag der SC Bern den SCL Tigers mit 3:4 und ist neu Tabellenletzter.

Telegramme:

ZSC Lions - Biel 1:3 (0:0, 1:0, 0:3). - SR Dipietro/Nikolic (AUT), Huguet/Wermeille. - Tore: 40. (39:02) Pedretti (Krüger) 1:0. 45. Stampfli (Cunti, Komarek) 1:1. 49. Lindbohm (Fuchs) 1:2. 60. (59:59) Lindbohm (Pouliot) 1:3 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 2mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Cunti.

ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Morant, Geering; Trutmann, Berni; Phil Baltisberger; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Bodenmann, Krüger, Hollenstein; Prassl, Diem, Sigrist; Pedretti, Schäppi, Wick; Simic.

Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Moser; Forster, Fey; Lindbohm, Stampfli; Bichsel; Künzle, Pouliot, Rajala; Fuchs, Cunti, Tanner; Hofer, Komarek, Hügli; Garessus, Nussbaumer, Kohler.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher (verletzt) und Pettersson (krank), Biel ohne Brunner, Gustafsson, Kessler, Kreis, Lüthi, Sartori und Ulmer (alle verletzt). ZSC Lions ab 58:13 ohne Torhüter.

Davos - Zug 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) n.V. - 50 Zuschauer. - SR Salonen (FIN)/Staudenmann, Altmann/Dreyfus. - Tore: 21. (20:39) Thorell 0:1. 31. Palushaj (Unterzahltor!) 1:1. 47. Marc Wieser 2:1. 49. Klingberg 2:2. 65. (64:56) Herzog 3:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 6mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Ambühl; Kovar.

Davos: Mayer; Nygren, Barandun; Stoop, Jung; Heinen, Guerra; Meyer; Herzog, Ambühl, Baumgartner; Palushaj, Lindgren, Hischier; Marc Wieser, Corvi, Turunen; Marc Aeschlimann, Egli, Frehner.

Zug: Genoni; Diaz, Geisser; Cadonau, Alatalo; Schlumpf, Stadler; Zgraggen, Gross; Martschini, Kovar, Thorell; Simion, Senteler, Hofmann; Klingberg, Albrecht, Zehnder; Thürkauf, Leuenberger, Bachofner.

Bemerkungen: Davos ohne Du Bois, Kienzle, Paschoud, Rubanik und Dino Wieser (alle verletzt).

Genève-Servette - Lausanne 1:4 (1:0, 0:2, 0:2). - SR Wiegand/Urban (AUT), Gnemmi/Pitton. - Tore: 10. Damien Riat (Fehr/Powerplaytor) 1:0. 26. Genazzi (Kenins/Powerplaytor) 1:1. 35. Leone (Frick, Stephan) 1:2. 46. Grossmann (Jäger) 1:3. 60. (59:15) Bozon (Malgin) 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten (Guebey) plus Spieldauer (Guebey) gegen Genève-Servette, 9mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Omark; Malgin.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Völlmin, Le Coultre; Mercier, Maurer; Guebey; Damien Riat, Vermin, Omark; Rod, Fehr, Winnik; Moy, Smirnovs, Miranda; Fritsche, Patry, Arnaud Riat; Richard.

Lausanne: Stephan; Genazzi, Barberio; Grossmann, Marti; Heldner, Frick; Krueger, Oejdemark; Conacher, Malgin, Hudon; Bertschy, Gibbons, Kenins; Jäger, Almond, Bozon; Leone, Froidevaux, Antonietti.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Berthon und Karrer (beide verletzt). Genève-Servette von 58:42 bis 59:15 ohne Torhüter.

Tabelle:

Davos - Zug 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) n.V. Genève-Servette - Lausanne 1:4 (1:0, 0:2, 0:2). SCL Tigers - Bern 4:3 (1:0, 0:0, 3:3). ZSC Lions - Biel 1:3 (0:0, 1:0, 0:3).

1. Zug 20/44 (69:47). 2. Fribourg-Gottéron 20/40 (61:53). 3. Lausanne 20/39 (62:46). 4. ZSC Lions 19/38 (65:51). 5. Davos 21/28 (72:75). 6. Lugano 17/27 (49:45). 7. Genève-Servette 17/27 (50:42). 8. Biel 19/27 (61:59). 9. Rapperswil-Jona Lakers 22/26 (62:67). 10. Ambri-Piotta 21/22 (46:66). 11. SCL Tigers 21/17 (40:75). 12. Bern 17/16 (36:47).

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