Die Klubführung offerierte dem 58-Jährigen einen Mehrjahresvertrag, Del Curto hingegen zieht definitiv eine Vereinbarung für nur eine Saison vor: "Ich hätte es mir bequem machen und für ein paar Jahre mehr unterschreiben können. Aber ich nehme mir das Recht heraus, mein eigener Chef zu sein. Ich entscheide, wie lange ich noch in Davos arbeite, niemand sonst."

Die Spekulationen, die auch im kommenden Frühling wieder aufkommen werden, würden ihn null Komma nichts interessieren. "Das gehört zum Geschäft - und zwar unabhängig von den Zahlen auf einem Papier", so Del Curto gegenüber der Sportinformation. "Das alles tangiert die Qualität meiner Arbeit überhaupt nicht."

Er mache seine Weiterbeschäftigung von anderen Anhaltspunkten abhängig. "Die permanente Weiterentwicklung auf hohem Niveau interessiert mich. Der Spassfaktor ist mir wichtig, die Ideen müssen da sein, Perspektiven natürlich auch." Die Konstellation stimmt im Bündner Kurort nach wie vor. Del Curto sagt gar, er fühle sich "jünger denn je" und strotze vor Energie.

"Aber vielleicht ändert sich das im Verlauf der Saison ja. Vielleicht passt irgendwem mein Grind nicht mehr. Wer weiss das schon?", sinniert der Kult-Trainer des Rekordmeisters. Deshalb sei es für alle Involvierten die beste Lösung, die Zusammenarbeit nur um zwölf Monate zu verlängern.