Eishockey-WM
Die Schweiz wird ihrer Favoritenrolle gerecht und gewinnt gegen Grossbritannien mit 6:3

Im letzten Gruppenspiel bezwingen die Schweizer Grossbritannien mit 6:3. Sie wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und liessen den Briten während der gesamten Partie keine Chance auf einen Sieg.

Leandro De Mori
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Die Schweizer können auch gegen Grossbritannie triumphieren.

Die Schweizer können auch gegen Grossbritannie triumphieren.

Roman Koksarov / AP

Die Schweiz ging ohne Druck in die Partie gegen Grossbritannien. Sie löste ihr Viertelfinal-Ticket bereits am Montag, weil Russland Schweden bezwingen konnte. Trotzdem liessen die Schweizer nicht locker.

Wenig überraschend dominierte die Mannschaft von Patrick Fischer die Partie von Beginn weg. Der Schweizer Top-Torschütze Gregory Hoffmann verwandelt den Assist von Enzo Corvi, der zuvor in die gegnerische Zone vordringen konnte. Eine halbe Minute später beging der Assistgeber zum 1:0 einen Fehler, Kirk schnappte sich den Puck und glich aus. Damit trafen gleich beide WM-Topskorer im Startdrittel der Partie.

Für eine kuriose Szene sorgte Romain Loeffel rund dreieinhalb Minuten vor Drittelschluss. Er zog aus der neutralen Zone ab, erwischt den Puck aber nicht ganz wunschgemäss. Das Resultat: die Scheibe flatterte per Bogen ins Tor. SRF-Kommentator Jan Billeter beschrieb den Treffer ziemlich passend: «Wie ein Freistoss von Roberto Carlos.»

Romain Loeffel traf per Flatterschuss zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung.

Romain Loeffel traf per Flatterschuss zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung.

Claudio Thoma/Freshfocus / freshfocus

Schweizer dominieren klar

Auch im zweiten Drittel war die prägende Figur der Briten Liam Kirk. Der 21-jährige Stürmer wollte sich in seinem letzten WM-Spiel noch einmal in den Fokus spielen – auch, um sich für die NHL zu empfehlen. Dies gelang dem Nachwuchstalent allemal, denn er schoss sich mit seinem Treffer zum 2:2 an die Spitze der WM-Topskorerliste.

Liam Kirks Jubel nach dem 2:2.

Liam Kirks Jubel nach dem 2:2.

Claudio Thoma/Freshfocus / freshfocus

Ihre Überlegenheit präsentierten die Schweizer ab der Hälfte des Mitteldrittels. Mit zwei Toren innerhalb von 13 Sekunden erhöhten sie den Spielstand auf 4:2. Santeri Alatalo und Christoph Bertschy sicherten sich die Punkte auf der Skorerliste. Vier Minuten vor Drittelschluss war es erneut Bertschy, der einen harten Pass von Raphael Diaz zum 5:2 ablenkte. Den Abschluss des Schweizer Torfestivals gelang Nico Hischier, zusammen mit Philipp Kurashev kombinierte er sich durch die britische Abwehrreihe und traf schliesslich zu 6:2.

Viertelfinalgegner noch unbekannt

Wenig umkämpft war das Schlussdrittel dieser Partie. Fischer mischte seine Linien etwas durcheinander, probierte verschiedene Sachen aus. Sechs Minuten vor Schluss verwandelt Brandon Connolly einen Abpraller zum dritten Treffer der Briten in dieser Partie. Auch bei diesem Treffer hatte Liam Kirk als Assistgeber seine Finger mit im Spiel. In Bedrängnis gerieten die Schweizer allerdings nicht mehr.

Der Viertelfinal-Gegner der Schweizer ist noch nicht bekannt, weil in der Gruppe B noch einige Spiele auszutragen sind. Spätestens nach den Partien Deutschland - Lettland und Russland – Belarus von heute Abend gibt es jedoch Klarheit darüber. Ausgetragen werden die Viertelfinalspiele am Donnerstag.