Einzelkritik
Drei Ungenügende, Zuber überragt – das sind die Noten der Nati nach dem 2:1-Sieg gegen Griechenland

Die Nati besteht die Generalprobe für das WM-Qualifikationsspiel gegen Italien. Trotzdem gibt es drei Ungenügende. Das sind die Noten zum Spiel.

Christian Brägger
Drucken
Teilen
Trotz Sieg konnte die Nati nicht ganz überzeugen.

Trotz Sieg konnte die Nati nicht ganz überzeugen.

Marc Schumacher / freshfocus

Gregor Kobel, Torwart

Kobels erster Auftritt im A-Nationalteam. Kann sich einmal auszeichnen. Agiert beim Gegentor (34.) nicht optimal, als er das Tor verlässt. Hat Glück bei einem Pfostenschuss (62.) des Europameisters aus dem Jahr 2004. Note 4

Eray Cömert, Innenverteidiger

Nicht sein Abend. Immer wieder Unsicherheiten. Kapitaler Fehler vor einer Grosschance der Griechen in der ersten Halbzeit. Scheidet vor der Pause mit Verdacht auf Hirnerschütterung aus. Note 3

Cömert musste verletzt ausgewechselt werden.

Cömert musste verletzt ausgewechselt werden.

Marc Schumacher / freshfocus

Cédric Zesiger, Innenverteigier

Ist nicht so schlecht. Der zweite Debütant auf Schweizer Seite sieht beim 1:1 ebenfalls nicht gut aus, weil er zu schnell herausrückt. Zu wenig wachsam vor dem Pfostenschuss der Gäste. Note 4

Fabian Schär, Innenverteidiger

Soll die Verteidigung im Zentrum zusammenhalten. Das gelingt bedingt. Versucht dann und wann seine weiten Zuspiele an den Schweizer zu bringen. Kreiert damit eine Zuber-Chance. Note 4

Ricardo Rodriguez, linker Aussenläufer

Weil Xhaka coronapositiv fehlt, ist sein Kumpel Rodriguez Captain. Agiert gewohnt ballsicher. Note 4,5

Rodriguez im Zweikampf mit Bakasetas.

Rodriguez im Zweikampf mit Bakasetas.

Jean-Christophe Bott / KEYSTONE

Silvan Widmer, rechter Aussenläufer

Assist zum 1:0 und auch sonst zu Beginn gefällig auf der rechten Seite. Vergibt in der 21. Minute eine gute Möglichkeit zum 2:0. Beim Gegentor etwas weit weg vom Gegenspieler, danach nicht mehr im Rhythmus. Note 4,5

Remo Freuler, zentrales Mittelfeld

Mit Licht und Schatten. Kann sich nicht wirklich von Xhaka emanzipieren. Mit seinem Befreiungsschlag am Ursprung der zweiten Schweizer Führung. Note 4,5

Djibril Sow, zentrales Mittelfeld

Besser als auch schon, aber der Reisser im Mittelfeld ist Sow auch bei seinem 19. Länderspiel nicht. Bietet sich zu selten an. Note 3,5

Denis Zakaria, zentrales Mittelfeld

Der Massstab ist bei ihm ein anderer geworden. Eine durchzogene Leistung, aber eine, auf der er im Prinzip aufbauen kann nach der schwachen EM. Das sagt eigentlich alles. Note 4

Steven Zuber, Stürmer

Der neue Arbeitgeber AEK Athen wird an diesem Zuber Freude haben. Der Assistkönig der EM ist auch ohne Spielpraxis in Topform. Erzielt in der 7. Minute nach einem Doppelpass und schöner Ballannahme das 1:0. Die Hereingabe auf Vargas zum 2:1 ist eine Augenweide, besser gehts nicht. Note 5,5

Steven Zuber glänzte als Torschütze und Vorbereiter.

Steven Zuber glänzte als Torschütze und Vorbereiter.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Haris Seferovic, Stürmer

Kein einziger Abschluss aufs Griechen-Tor, das sagt viel über die Schweizer Sturmhoffnung. Nicht der Seferovic, den wir von der EM her kennen. Macht in der zweiten Halbzeit den Captain. Note 3,5

Jordan Lotomba, zentrales Mittelfeld

Eingewechselt, rettet Lotomba vor dem Schlusspfiff den Sieg. Note 4,5

Ulisses Garcia, linker Verteidiger

Kommt ebenfalls nach der Pause zu seinem Debüt – es gibt nun also den YB-Block. Solide. Note 4

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Ruben Vargas, offensives Mittelfeld

Kommt für die zweite Halbzeit und erzielt mit der ersten Ballberührung die neuerliche Führung. Danach hat er kaum Aktionen. Note 5

Michel Aebischer, zentrales Mittelfeld

Ersetzt nach der Pause Sow, bleibt aber grundsätzlich mit wenig Einfluss auf das Spiel. Beileibe nicht so präsent wie im Klub bei den Young Boys. Note 4

Christian Fassnacht, Stürmer

Für Zuber in der 65. Minute eingewechselt. In dieser Phase läuft im Schweizer Angriff längst nichts mehr. Note 4

Andi Zeqiri, Stürmer

Löst Seferovic 20 Minuten vor Schluss ab – vierter ­Debütant an diesem Abend in Basel. Der Weg in den Sturmhimmel ist noch weit, trotzdem fast Torschütze. Note 4

Andi Zeqiri wurde für Seferovic eingewechselt.

Andi Zeqiri wurde für Seferovic eingewechselt.

Jean-Christophe Bott / KEYSTONE

Aktuelle Nachrichten