Europa League

Eintracht-Fans ganz gross: Sogar Penalty-Pechvogel Martin Hinteregger wird gefeiert wie ein Held

Auch nach der Niederlage im Penaltyschiessen darf die Mannschaft auf die Unterstützung der Fans zählen.

Eintracht Frankfurt ist im Europa-League-Halbfinal in dramatischer Art und Weise am FC Chelsea gescheitert. Die Fans feiern ihre Mannschaft nach dem verlorenen Penaltyschiessen trotzdem – sogar die Elfmeter-Versager werden getröstet.

Die Eintracht aus Frankfurt hat gestern Abend einmal ihr grosses Kämpferherz gezeigt. 120 Minuten lang bot das Team von Adi Hütter dem grossen FC Chelsea paroli und erkämpfte sich in der regulären Spielzeit auch im Rückspiel ein 1:1.

In der Verlängerung waren die Deutschen dann ganz nah am Europa-League-Final dran. Doch David Luiz und Davide Zappacosta retteten bei zwei Chancen von Sébastien Haller auf der Linie.

Auch im Penaltyschiessen sah es für Frankfurt lange gut aus. Torhüter Kevin Trapp hielt den Versuch von César Azpilicueta, doch dann verschossen Martin Hinteregger und Gonçalo Paciencia und stürzten ihr Team damit ins Tal der Tränen.

Untröstlicher Hinteregger

Vor allem der Österreicher Hinteregger war nach dem dramatischen Ende untröstlich. Mit leerem Blick stand er vor der Fankurve, als sich seine Teamkollegen trotz verpasstem Final von den zahlreich mitgereisten Eintracht-Fans für die tolle Europa-Kampagne feiern liessen. Die Mehrheit der Chelsea-Anhänger hatte die Stamford Bridge da übrigens schon längst verlassen.

Stoisch lauscht Hinteregger der Vereinshymne «Im Herzen von Europa» und steht auch noch teilnahmslos da, als sich die ersten Eintracht-Spieler durch die Stewards drängen, um mit den Fans abzuklatschen. Hinteregger scheint sich ein wenig zu sträuben. Am Ende winken einige Anhänger aber auch ihn herbei. Ganz grosses Fan-Kino.

Und so bleibt nach dem verpassten Final die schöne Erkenntnis, dass die Frankfurter Fans die Europa League irgendwie doch gewonnen haben.

Trainer Adi Hütter im DAZN-Interview:

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