Am Dienstag fährt der FC Aarau für vier Tage ins Trainingslager ins Wallis. Nicht im Bus sitzt Sébastien Wüthrich, dessen Wechsel zu Servette die "Aargauer Zeitung" schon vor Wochen ankündete und der nun fix ist

Somit ist eingetreten, was sich in der Endphase der abgelaufenen Saison abzeichnete: Wegen Anpassungsproblemen in der Region und vor allem wegen des Zerwürfnisses mit Ex-Trainer Schällibaum verliert der FC Aarau seine besten Skorer der abgelaufenen Saison (insgesamt 40 Punkte aus Toren und Vorlagen). Vor Wüthrich hat bereits Geoffrey Tréand das Brügglifeld in Richtung Xamax Neuchatel verlassen. Der Trainerwechsel hin zu Marinko Jurendic, verbunden mit der Chance, die beiden umzustimmen, erfolgte gemäss den Spielern zu spät. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie im Kopf bereits mit Aarau abgeschlossen.

Besonders bitter für den FC Aarau: Wüthrich (zu Servette) und Tréand (zu Xamax) wechseln ausgerechnet zu den wohl härtesten Konkurrenten im kommenden Aufstiegsrennen.

Spielmacher Sébastien Wüthrich verlässt den FC Aarau nach nur einem Jahr wieder.

Spielmacher Sébastien Wüthrich verlässt den FC Aarau nach nur einem Jahr wieder.

Die Suche nach Ersatz läuft

Beiden Transfers gingen zähe Verhandlungen voraus. Der FCA wollte logischerweise eine angemessene Ablösesumme für seine besten Offensivkräfte lösen. Das ging soweit, dass sogar die Spieler privates Geld einschossen, um den Wechsel zu ermöglichen. Zu hören ist, dass Aarau für das Duo nun zwischen 100'000 und 150'000 Franken kassiert (Summe wegen möglicher Erfolgsnachzahlungen variabel). Dieser Betrag dürfte den finanziellen Verlust, der durch die Freistellung von Ex-Trainer Marco Schällibaum entstanden ist, in etwa decken.

Klar ist: Jetzt, wo auch der Wüthrich-Abgang definitiv ist, wird (und muss!) Aarau in der Offensive Ersatz verpflichten. Zudem läuft die Suche nach einem Führungsspieler im zentralen Mittelfeld.

UPDATE: Mittlerweile hat auch der FC Aarau den Abgang von Wüthrich zu Servette bestätigt.