Grenchen gegen Grenchen. So lautete das Final und damit war schon vor der alles entscheidenden Runde klar, dass der allerletzte Sieger des Ambassadoren-Turniers CC Grenchen heissen wird.

Im zweiten End spurte das Final auf die entscheidende Richtung ein: Das Grenchner Team um Vorjahressieger Pièrre Hug mit den roten Steinen verpatzte seinen letzten Stein, die «gelben» Grenchner von Skip Patrik Urech schrieben ein geschenktes Zweierhaus.

Fortan standen die «roten» Grenchner unter Druck und machten deshalb das Spiel kompliziert. Doch da packte Patrik Urech im siebten End sein ganzes Können aus. Er katapultierte zwei gelbe Steine aus dem Haus und liess drei rote stehen. Damit war alles klar.

Das Urech-Team gewann das Spiel am Ende souverän 8:2 und durfte sich als der letzte Sieger in der Geschichte des Ambassadoren-Cups feiern lassen. Auf dem Rink daneben ging es noch um den zweiten Platz. Hackattack lag bis zum letzten Stein 7:6 vorne. Burgdorf konnte den Karren im letzten Moment herumreissen und sicherte sich mit einem Zweierhaus den zweiten Rang.

«Wir haben als Junioren hier in Nennigkofen mit dem Curling begonnen und viel hier gespielt. Deshalb wollten wir unbedingt beim letzten Turnier dabei sein», sagte Skip Patrik Urech, nachdem er die Gratulationen der Gegner entgegengenommen hatte.

Es war sein erster Sieg beim Ambassadoren-Turnier. «Der CC Grenchen spielt ja bereits in Biel und wir freuen uns darauf, dass die Solothurner nun auch zu uns kommen. Sie werden die Bieler Curling-Szene beleben. Wir freuen uns auf neue Gegner, die an unserer Hallenmeisterschaft teilnehmen.»

Eine Ära geht zu Ende

«So, das war das letzte Mal.» Spielleiter Roger Zbären druckte die Schlussrangliste des 18. Ambassadoren-Turniers aus und ein wenig Wehmut klang in seiner Stimme mit. «Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.» In der Bieler Curlinghalle werde es sicher wieder ein Solothurner Turnier geben. «Aber ich werde dann nur noch aushelfen, die Verantwortung wird jemand anderes übernehmen müssen.»

Während nicht weniger als 25 Jahren hiess der Event Dr.-Kurt-Schleuniger-Turnier, danach für weitere 18 Jahre Ambassadoren-Turnier. «Ja, es geht eine Ära zu Ende», sagte Susanne Christ, die langjährige Präsidentin der Ambassadoren. «Früher gehörte sogar noch ein richtiger Ball zum Turnier. Später wurde der legendäre Apéro zu einem gesellschaftlichen Anlass. Wir waren hier in Nennigkofen eine richtige Curling-Familie.»

Am 23. und 24. März wird nun noch das Turnier der Genossenschaft ausgetragen, dann werden in der Nennigkofer Curlinghalle definitiv die Lichter gelöscht. Der vereinigte Solothurner Curlingclub soll an einer gemeinsamen Generalversammlung am 28. März im Restaurant Bellevue aus den vier Vereinen Wengi, CC Solothurn, Ambassadoren und Biber gegründet werden.

Er hat auch schon einen Namen: CC Solothurn Regio. Bereits haben sich fünfzig Curlerinnen und Curler angemeldet, die ihr Hobby ab nächster Saison mit dem CC Solothurn Regio in der modernen Halle in Biel ausüben wollen.