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Ein Transfer für die nahe und die weite Zukunft: Der FCB holt Jasper van der Werff

Jasper van der Werff am Donnerstag in seinem ersten Training als FCB-Spieler.

Jasper van der Werff am Donnerstag in seinem ersten Training als FCB-Spieler.

Am Donnerstag meldet der FC Basel die Verpflichtung von Jasper van der Werff. Der Ex-St.-Galler wird für eineinhalb Jahre ausgeliehen. Es ist ein cleverer und weitsichtiger Transfer des FCB.

Plötzlich steht er da. Auf der einen Seite trainiert der gesunde Teil der Mannschaft des FC Basel, auf der anderen der etwas angeschlagene. Und zwischendrin spaziert Jasper van der Werff auf den Platz, begleitet vom Basler Sportdirektor Ruedi Zbinden. Wenige Minuten zuvor wurde offiziell, dass der ehemalige St.-Gallen-Spieler beim FCB einen Leihvertrag über eineinhalb Jahre unterschrieben hat. Bereits als er noch bei St. Gallen aktiv war, stand der Innenverteidiger unter FCB-Beobachtung. Nun wechselt er von RB Salzburg doch noch zum zu den Baslern und damit zurück in seine Schweizer Heimat. «Er ist ein zweikampfstarker, dynamischer Innenverteidiger, der auch die Spielauslösung sehr gut beherrscht», schwärmt Zbinden vom Ex-Salzburger.

In Österreich erlebte der 21-Jährige eine schwere Zeit, verletzte sich nach seinem Wechsel im Sommer 2018 am Meniskus und musste sich nach Komplikationen gleich zwei Mal operieren lassen. Nach überstandener Verletzung spielte er in dieser Saison bislang nur für das Farmteam von RB, dem FC Liefering aus der zweiten österreichischen Liga.

Zwei weg, einer kommt

Der Wechsel zurück ist aus seiner Sicht einer zurück in die höchste Spielklasse, und für den FCB ein weitsichtiger Schachzug. Nicht nur, weil mit Yves Kaiser (zu Schaffhausen) und wie seit gestern offiziell auch mit Kostas Dimitriou zwei Innenverteidiger den FCB leihweise verlassen haben. Sondern viel mehr im Hinblick auf den Sommer. «Wir haben uns mit diesem Transfer für den Sommer vorbereitet, wenn uns der eine oder andere verlässt», sagt Zbinden. Damit antizipiert der FCB nicht nur das Leihende von Emil Bergströms Vertrag, sondern vielmehr die Abgänge eines Eray Cömerts oder eines Omar Alderetes, die beide grosses Interesse im Ausland geweckt haben. Kurzfristig könnte der U21-Nationalspieler ausserdem gegen YB helfen, wenn Cömert gesperrt fehlt.

Der Spieler selber durfte am Donnerstag noch nicht mit den Medien sprechen. Dafür äusserte er sich im Klub-TV über seinen Transfer. «Als Schweizer weiss ich natürlich, dass der FCB einer der grössten Klubs der Schweiz ist.» Er freue sich auf die Aufgabe, kenne mit Cömert, Noah Okafor und Kemal Ademi auch schon einige Spieler sehr gut. Nicht nur deswegen erwarten Spieler und Sportchef eine sehr rasche Integration. «Dass er auch schon so früh, erst am Anfang der Vorbereitung, zu uns stossen kann, ist super.»

Unabhängid davon, ob er nun schon gegen YB sein Können wird zeigen können oder erste später, mit Van der Werff hat der FCB eine mehr als valable vierte Option. Eine, von der Zbinden vor allem etwas erwartet: «Er wird den anderen Druck machen.»

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