Knatsch
Ein Interview von Arno Del Curto wirft hohe Wellen in Deutschland

Der Kulttrainer des HC Davos äussert sich abfällig über die Art, wie sich Borussia-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp zu Erfolgszeiten in den Vordergrund drängt. Das greift die «Bild-Zeitung» genüsslich auf.

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HCD-Trainer Arno Del Curto hält sich nach eigener Aussage lieber im Hintergrund auf.

HCD-Trainer Arno Del Curto hält sich nach eigener Aussage lieber im Hintergrund auf.

Keystone

In der «NZZ» vom Donnerstag sagt Del Curto auf die Frage, wie sehr er andere Trainerpersönlichkeiten beobachtet: «Gar nicht. Jeder weiss: Das Wichtigste ist, sich selber zu bleiben. Deshalb hat ein junger Trainer auch keine Zeit zu lernen. Er muss von Anfang an können. Letztlich muss jeder selber lernen zu verlieren, aber auch lernen zu gewinnen, ohne dabei abzuheben. Schauen Sie das Beispiel des Dortmund-Trainers Jürgen Klopp an: Er liess seine Mannschaft so grossartig spielen. Dann wurde er grösser als sein Team. Dass die Spieler davon früher oder später die Schnauze voll haben, ist absehbar.»

Dass Del Curto damit offenbart, dass er sehr wohl andere Trainer beobachtet, ist ihm offenbar egal.

Auf die Folgefrage der Interviewer nach dem Personenkult um ihn selbst sagt der Engadiner: «Ich versuche, ihn zu bremsen. Ich gebe Interviews wie dieses. Das gehört zum Geschäft. Aber sonst? Wie oft sehen Sie mich in Fernsehsendungen oder in der ‹Schweizer Illustrierten›? Klopp war überall. Er ist gleich berühmt wie die Bundeskanzlerin. Das sehen die Spieler, und irgendwann kommt das zurück.»

Sogar die deutsche «Bild» nimmt sich dem Thema an.