Videobeweis

Ein historischer Moment: Schiedsrichter spricht die erste Rote Karte nach Videokonsulation aus

Rote Karte nach Videobeweis

An der U20-WM wurde die erste Karte nach Konsultation des Videobeweises ausgesprochen.

An der U20-Weltmeisterschaft ereignet sich Historisches: Der Argentinier Lautaro Martinez bleibt nach einem Schlag mit dem Ellenbogen zunächst unbestraft, dann schaut sich der Schiedsrichter das Video an und ändert seine Entscheidung.

Bei der U20-WM die derzeit in Südkorea stattfindet, wird den Schiedsrichtern zum ersten Mal an einer Fifa-Weltmeisterschaft Unterstützung von aussen geboten. Die Fifa erklärte vor dem Turnier, wie die Schiedsrichter vorgehen: Der Video-Assistent kann in sogenannten «spielentscheidenden Situationen» eingreifen. Für die Fifa sind das Tore, Penaltyentscheidungen, direkte Rote Karten und Fälle, in denen der Schiedsrichter den falschen Spieler bestraft. 

Der Video-Assistent informiert den Schiedsrichter über allfällige Fehlentscheidungen, dieser behält aber immer das letzte Wort. Wenn sich der Video-Assistent einschaltet, kann der Schiedsrichter ihm einfach vertrauen, die Szene selbst auf einem Bildschirm neben dem Spielfeldrand überprüfen oder schlicht auf seiner Entscheidung beharren. 

Neben dem Einsatz an der U20-WM wird das System in diesem Jahr noch in über zwanzig weiteren Fifa-Wettbewerben eingesetzt. (lei)

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