«Wir wollen den Concours mit seinen drei Säulen Sport, Show und Expo nochmals so richtig auskosten», sagte Urs Theiler bei der Präsentation der Derniere. Für die Qualität im Sport sorgen zahlreiche der besten Reiter.

Die Elite wird vom Weltcup-Leader Henrik von Eckermann aus Schweden, dem Weltranglisten-Zweiten Harrie Smolders aus den Niederlanden und dem schwedischen Europameister Peder Fredricson angeführt. Vom Schweizer Team sind unter anderen die Team-EM-Dritten Steve Guerdat, Martin Fuchs und Romain Duguet am Start.

Zusammen mit den Delegationen aus Frankreich, Deutschland, Belgien oder Irland machen sie Zürich erneut zum bestbesetzten und höchstdotierten Weltcup-Turnier. Das Preisgeld beträgt insgesamt 940 000 Franken.

Darin inbegriffen ist der mit 300 000 Franken dotierte Spezialpreis «Art on Ice Rittberger» für den Sieger der drei Hauptprüfungen: Der Longines Grand Prix am Freitag, das Art on Ice Championat am Samstag und das Weltcupspringen Mercedes-Benz Classic am Sonntag.

Fan-Wünsche berücksichtigt

In dem mit 243 000 Franken dotierten Weltcupspringen sind 10 der 16 gemeldeten Schweizer startberechtigt. Es ist ihre letzte Chance, die prestigeträchtige Prüfung zu gewinnen. Gelungen ist dies aus dem aktuellen einheimischen Starterfeld bisher Pius Schwizer (2014 und 2016) sowie Steve Guerdat (2010).

Die Show bietet nochmals einen Rückblick auf die beliebtesten Acts der vergangenen Jahre – die Zuschauer durften im Vorfeld via Umfrage ihre Wünsche anbringen. Dazu gehört allen voran die schwebende Kutsche. Wie 2007 wird der Zauberer Peter Marvey mit seiner von sieben Pferden gezogenen Kutsche durch die Arena des Hallenstadions schweben.

Dabei wird er von der 15-jährigen amerikanischen Opernsängerin Laura Bretan musikalisch begleitet. Ein aussergewöhnliches Schauspiel wird Maycol Errani, der Ehemann von Géraldine Knie, mit 28 Hengsten in einem engen Rondell bieten. Spektakulär wird der Auftritt der vier Sechsspänner, anmutend die Freiheitsdressur des Franzosen Jean-François Pignon mit seinen Pferden.

Der CSI findet 2018 zum letzten Mal statt. Es ist die 30. Auflage nach der Premiere auf der benachbarten offenen Rennbahn. Es begann am 7. Juli 1988 – 10 797 Tage später ist Schluss. Aus dem Anlass, den damals an vier Tagen 21 000 Personen besuchten, ist mit einem Budget von sechs Millionen Franken das seit Jahren bestbesetzte und höchstdotierte Weltcup-Turnier der Springreiter geworden.

Keine Zukunft am Standort

Der Hauptgrund für den Rückzug liegt in den immer grösseren Einschränkungen der Infrastruktur in Zürich Oerlikon. «Wir sehen keine Zukunft mehr an diesem Standort», sagte Urs Theiler, der zusammen mit seinem Bruder Rolf den Anlass ins Leben gerufen hatte.

«Die Stadt Zürich ist zu klein für die grossen Pferde», fügte Theiler mit einem Augenzwinkern an. Das Hallenstadion offeriert zwar alle Vorzüge, aber die Umgebung bietet kaum mehr Platz für die Parkplätze der Lastwagen, die Stallungen oder den Abreitplatz.

Theiler fiel der Entscheid nicht leicht, den Event aufzugeben. «Wir schätzen aber die Entwicklung so ein, dass wir unsere hohen Ansprüche in den nächsten fünf bis zehn Jahren immer weniger erfüllen können», sagte der Co-Gründer. «Der CSI Zürich hat den Zenit erreicht. Nun ist die Gefahr gross, dass die Kurve nach unten zeigt. Daher hören wir lieber mit Stil auf, wenn es am schönsten ist.»