Zofinge
Ein Belgier und eine Schwedin dominieren den Powerman in Zofingen

Der Belgier Rod Woestenborghs und die Schwedin Eva Nyström dominierten die Rennen an der Powerman-WM in Zofingen. Bei den Männern klassierte sich André Moser überraschend auf Rang 2. Beste Schweizerin wurde Barbara Schwarz auf Platz 4.

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Belgier Rob Woestenborghs gewinnt den Powerman 2013

Belgier Rob Woestenborghs gewinnt den Powerman 2013

ZT

Der Belgier Rod Woestenborghs und die Schwedin Eva Nyström dominierten die Rennen an der Powerman-WM in Zofingen. Bei den Männern klassierte sich André Moser überraschend auf Rang 2. Beste Schweizerin wurde Barbara Schwarz auf Platz 4.

Da der im Vorfeld als grosser Favorit gehandelte Joerie Vansteelant aufgrund einer Verletzung Forfait erklären musste, war das Publikum im Aargau gespannt auf das Duell zwischen dem Schaffhauer Andy Sutz (Sieger 2008 und 2010) und dem Vorjahres-Zweiten Woestenborghs. Nach den ersten zehn Laufkilometern wechselte der Belgier als erster auf die Radstrecke. André Moser und Andy Sutz stiegen an vierter respektive fünfter Position auf das Rad.

Nach der ersten von drei Radrunden bildete sich ein Leader-Trio, bestehend aus Yannick Cadalen (Fr), Oliver Mott (GB) und dem Woestenborghs. Moser, Sutz und der dritte Schweizer, Marc Widmer, fuhren in der ersten Verfolgergruppe mit einem Rückstand von gut 100 Sekunden. Während sich die Athleten auf der Radstrecke nichts schenkten, begann das Wetter immer unfreundlicher zu werden. Dicke Regentropfen machten besonders den Aufstieg in St. Urban zu einer Könnensprobe. Auf die dritte und letzte Radrunde startete Woestenborghs schliesslich solo. Der Belgier baute seinen Vorsprung laufend aus und wechselte über fünf Minuten vor dem Zweiten auf die abschliessenden 30 Laufkilometer. Publikumsliebling Andy Sutz musste wegen Windschattenfahren an zweiter Stelle liegend eine Zeitstrafe von fünf Minuten absitzen und wechselte an neunter Stelle in die Laufschuhe. "Danach war die Motivation natürlich weg", so der Schaffhauser nach dem Rennen. Nach den 150 Radkilometern behauptete sich einmal mehr der überraschend starke André Moser als Sechster in bester Ausgangslage aus Sicht der Schweiz.

Während Rod Woestenborghs scheinbar problemlos und unantastbar in Richtung Sieg lief, wurde der Kampf um Silber und Bronze noch einmal richtig spannend. Der Däne Sören Bystrup, der Deutsche Michael Wetzel, der Schweizer André Moser und der Amerikaner Matt Moorhouse lagen nah beieinander. Im Ziel die Sensation, der Moser konnte sich durchsetzten und holte die Silber. "Ich bin überglücklich", meinte der WM-Zweite strahlend im Ziel. "Ich hätte nie damit gerechnet. Ich habe ich mich gut gefühlt und konnte von Beginn an vorne mit dabei sein. In der dritten Radrunde habe ich dann den Anschluss verloren doch beim Laufen lief alles wieder wie geschmiert", beschreibt Moser das Rennen seiner Karriere.

Das Rennen der Frauen von der Vorjahressiegerin Eva Nyström geprägt. Nach den ersten zehn Kilometern zu Fuss wechselte die Favoritin auf Position vier auf die Radstsrecke, hinter der Schweizerin Petra Eggenschwiler. Bereits während der ersten 50 Radkilometern setzte sich die Schwedin jedoch vom Feld ab und hatte zu Beginn der zweiten Runde bereits einen Vorsprung von 1:40 Minuten gegenüber der Holländerin May Kerstens. Nach dieser Runde hatte die Schwedin ihren Vorsprung bereits auf vier Minuten ausgeweitet. Die Titelverteidigerin fuhr ihren Verfolgerinnen Ruth Brennan Morrey (USA) und May Kerstens davon.

Wie erwartet wechselte Eva Nyström nach 150 Radkilometern als erste auf die 30 Kilometer lange Schlussstrecke. Hinter ihr auf Position drei die Bernerin Karin Gerber. Wie bei den Männern zeichnete sich auch bei den Frauen ein spannendes Rennen um Positionen hinter der Siegerin ab. Dabei kämpften gleich drei Schweizerinnen mit. Schliesslich reichte es jedoch nicht für einen Schweizer Podestplatz. Barbara Schwarz wurde als beste Schweizerin Vierte. Nyström verteidigte ihren Titel souverän und äusserte sich im Ziel atemlos aber glücklich: "Es war ein hartes Rennen, ich hatte immer das Gefühl, dass die Konkurrenz nahe ist." Sie habe erst an die Unumstösslichkeit ihres Sieges geglaubt, als ein Streckenposten ihr 5 Kilometer vor Schluss sagte, sie habe 10 Minuten Vorsprung.

Zofingen. 25. Powerman (Langdistanz-Duathlon-WM, 10 km Laufen, 150 km Radfahren, 30 km Laufen).Männer: 1. Rod Woestenborghs (Be) 6:21:39. 2. André Moser (Sz) 2:77 zurück. 3. Michael Wetzel (De) 3:08. 4. Matt Moorhouse (USA) 4:84. 5. Sören Bystrup (Sd) 6:94. 6. Andy Sutz (Sz) 8:83. Ferner: 9. Marc Widmer (Sz) 13:68. - Frauen: 1. Eva Nyström (Sd) 7:13:08. 2. Julia Viellehner (De) 11:28. 3. Ruth Brennan Morrey (USA) 13:55. 4. Barbara Schwarz (Sz) 14:03. 5. May Kerstens (Ho) 15:57. 6. Petra Eggenschwiler (Sz) 16:23. Ferner: 8. Karin Gerber (Sz) 21:18. 9. Maja Jacober (Sz) 26:19. 10. Jacqueline Übelhart (Sz) 37:47.

Powerman-Ranking. Schlussklassemente 2013. Männer. 1. Woestenborghs 2500. 2. Jorie Vansteelant (Be) 1900. 3. Bystup 1860. Ferner: 5. Sutz 1150. 9. Beat Ritter (Sz) 750. - Frauen: 1. Nyström 2300. 2. Lucy Gossage (Gb) 2200. 3. Susanne Svendsen (Dä) 1500. Ferner. 6. Gerber 900. 8. Jacober 785.

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