Premier League
Duell der Milliarden-Männer: Die Premier League Trainer die am meisten Geld ausgegeben haben

Die neue Saison in der Premier League ist auch ein Wettkampf der grossen Trainer – doch wer gibt eigentlich am meisten Geld aus?

Etienne Wuillemin
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So viel Geld gaben die Trainer in der Premier League aus
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Pep Guardiola hat die Milliarde noch nicht geknackt, er hat erst 999 Millionen Euro ausgegeben.
Wenger hat eine SUmme von 861 Millionen ausgegeben.
517 Millionen Euro waren Conte seine Neulinge wert.
Jürgen Klopp gab 334 Millionen Euro aus.
Pochettino hat 272 Millionen ausgegeben.

So viel Geld gaben die Trainer in der Premier League aus

KEYSTONE

In der Premier League herrscht längst nur noch einer: der Gott des Geldes. Die neuen TV-Verträge spülen immer mehr Geld in die Kassen der Klubs. In der Saison 2016/17 erhielten die 20 Vereine der Premier League zusammen ganze drei Milliarden Franken!
Logisch, dass der Transfermarkt verrückt spielt. Logisch auch, dass kaum mehr ein Spieler nach England wechselt unter 10 Millionen. Ganz Europa will am TV-Geld auf der Insel mitverdienen.

Freitagabend hat die neue Saison begonnen. Sechs Teams sind heiss auf den Titel. Angeführt allesamt von Trainer-Giganten. Doch jeder von ihnen ist auch von Fragezeichen umgeben.
Lässt Pep Guardiola zu, dass sein Manchester City neben dem Angriffs-Wahn auch verteidigt.

Gelingt ihm mit ManU der grosse Schlag?

Gelingt ihm mit ManU der grosse Schlag?

KEYSTONE/EPA TT NEWS AGENCY/PONTUS LUNDAHL

Ist José Mourinho auch bei Manchester United fähig, im zweiten Vertragsjahr zum grossen Schlag auszuholen? Gelingt Arsène Wenger nach der Posse um seine Vertragsverlängerung im 21. Amtsjahr endlich wieder ein grosser Wurf? Kann Antonio Conte mit seinem Chelsea den Titel trotz sehr schmalem Kader verteidigen?

Überrascht Jürgen Klopp mit dem überfallartigen Tempo-Fussball von Liverpool die ganze Liga?
Und schliesslich: Gelingt es dem stillen Arbeiter Mauricio Pochettino mit Tottenham erneut, für bemerkenswerte Vorstellungen zu sorgen?

Unterschiedliche Typen

Die sechs Trainer sind vom Typ her alle ziemlich unterschiedlich. Immer irgendwo zwischen arrogant, impulsiv und freundlich. Doch wie ist eigentlich ihr Verhalten auf dem Transfermarkt? Ein Blick auf ihre Karrieren als Trainer und die dazugehörigen Transfers offenbart: Niemand gibt so viel Geld aus wie José Mourinho! Seit er beim FC Porto die grosse Fussball-Bühne betrat, hat er insgesamt 97 Spieler für seine Teams verpflichtet. Die Ausgaben belaufen sich auf mehr als 1,43 Milliarden Euro (Quelle: transfermarkt.ch). Weltrekord.

Er weiss, wie man Geld ausgibt: Pep Guardiola

Er weiss, wie man Geld ausgibt: Pep Guardiola

KEYSTONE/EPA/PETER POWELL

Sein grösster Rivale, Pep Guardiola, feiert bald ein Jubiläum. Er hat, Stand heute, 999 Millionen Euro für seine Transfers ausgegeben. Tendenz steigend. Interessant ist: Pro Spieler gaben die Vereine von Guardiola deutlich mehr aus als jene von Mourinho, nämlich 21,7 Millionen Euro gegenüber 14,9 Millionen Euro im Schnitt. Hier hält Pep den Rekord.

Manchester City hat von allen Teams aus der Premier League in diesem Sommer am meisten für neue Spieler ausgegeben. Davon alleine 138 Millionen Euro für drei Aussenverteidiger! Das ist – verhalten formuliert – etwas aussergewöhnlich. Denn allzu viele Spuren haben die Fussball Mendy, Walker und Danilo bis anhin nicht hinterlassen. Aber in Tagen des finanziellen Wahnsinns sollte eigentlich nichts mehr überraschen.

Ausnahmefall Tottenham

Eine Ausnahme auf dem Markt stellt bislang Tottenham dar. In diesem Sommer haben die Spurs mit Trainer Pochettino noch keine Spieler gekauft, wobei sich dies noch ändern dürfte.
In den Tagen nach dem Neymar-Transfer über 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris waren auch von den mächtigsten Trainern Englands einige kritische Töne zu vernehmen. Das ist, angesichts ihres Treibens, eher heuchlerisch. Und zeugt vor allem davon, dass auch sie alle gerne Neymar im eigenen Team hätten.

Bei den Unsummen, die in England derzeit für Fussballer ausgegeben werden, vergisst man beinahe eines: Wie faszinierend die Spiele selbst sind. Auch wenn das mit Blick auf die horrenden Summen schwer verdaulich wird.

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