Sport

Drei Frauen sind Weltmeisterinnen in einem Sport, in dem sie gegen Männer antreten – und in einer Disziplin sind sie sogar überlegen

Simone Blum ist amtierende Weltmeisterin im Springreiten. 2018 gewann sie vor zwei Männern – vor den Schweizern Martin Fuchs (l.) und Steve Guerdat.

Simone Blum ist amtierende Weltmeisterin im Springreiten. 2018 gewann sie vor zwei Männern – vor den Schweizern Martin Fuchs (l.) und Steve Guerdat.

Der Pferdesport ist die einzige olympische Disziplin, in der Frauen gegen Männer antreten – in Dressur, Sprung und Vielseitigkeit sind jeweils Frauen Weltmeisterinnen. Besser sind Frauen auch im Dauerschwimmen.

Es gibt gegenwärtig drei Sportlerinnen, die in gemischtgeschlechtlichen Wettbewerben besser sind als Männer: die Deutschen Isabell Werth und Landsfrau Simone Blum und die Britin Rosalind Carter sind amtierende Weltmeisterinnen in den Pferdesportdisziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Der Reitsport ist die einzige der 40 olympischen Sportarten (33 Sommer, 7 Winter), in denen Frauen und Männer nicht getrennt sind.

An Bedeutung gewonnen haben gemischtgeschlechtliche Wettbewerbe. Inzwischen werden in 19 Sportarten Olympia-Medaillen an Teams aus Frauen und Männern vergeben: Im Curling, Eiskunstlauf, Biathlon, Rodeln, Shorttrack, Ski Alpin, Skifreestyle, Skispringen und Snowboard im Winter, Badminton, Judo, Bogenschiessen, Schiessen, Segeln, Tischtennis, Triathlon, Schwimmen, Leichtathletik und Tennis bei Sommerspielen.

Gemischtgeschlechtliche Wettbewerbe haben an Bedeutung gewonnen. Wie das Mixed-Curling, in dem Martin Rios und Jenny Perret 2018 in Pyeongchang für die Schweiz Olympia-Silber gewannen.

Gemischtgeschlechtliche Wettbewerbe haben an Bedeutung gewonnen. Wie das Mixed-Curling, in dem Martin Rios und Jenny Perret 2018 in Pyeongchang für die Schweiz Olympia-Silber gewannen.

Keine Erklärung für Überlegenheit

Es gibt eine Disziplin, in der Frauen besser sind als Männer, wo sie zwar unter gleichen Bedingungen, nicht aber in derselben Kategorie antreten: im Dauerschwimmen. Beim Manhattan Island Marathon Swim über 45,9 Kilometer sind die Frauen meist schneller als die Männer. Gleiches gilt für die Durchschwimmung des Catalina-Kanals in Kalifornien. Er führt über 32,2 km und wird von Frauen meist schneller bewältigt als von Männern.

Weshalb? Frauen verfügen über einen höheren Fettanteil als Männer – primär im Bauch-Po-Oberschenkel-Bereich. Als Folge ist die Wasserlage der Frau günstiger als beim Mann, was schnelles Vorankommen fördert. Und weil Fett isoliert und sich die Marathonschwimmer viele Stunden im Wasser ­abmühen, könnte der höhere Körperfettanteil der Frau auch in diesem Sinn helfen. Diese These ist allerdings äusserst umstritten.

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