Swiss Indoors
Dieses Jahr gibt es leider keine «Pizza à Roger»

Silvan Hartmann
Silvan Hartmann
Merken
Drucken
Teilen
Das obligate Pizza-Essen mit Roger Federer wird dieses Jahr leider entfallen.

Das obligate Pizza-Essen mit Roger Federer wird dieses Jahr leider entfallen.

Keystone

Swiss Indoors ohne Roger Federer. Irgendwie undenkbar – und doch entspricht es in diesem Jahr der Realität. «Wohl kaum. Geplant ist nichts», antwortete Federer am vergangenen Wochenende am Sponsorenanlass der Jura in Niederbuchsiten fast ein wenig pikiert auf unsere Frage, ob er trotz frühzeitigem Saisonende einen Besuch in Basel abstatten wird.

Gestern ging der traditionelle «Roger-Abend» über die Bühne, quasi «rogerlos». Eine ungewollte Lethargie machte sich über der St. Jakobshalle breit. Man war sich einig: Federer hätte seinem Turnier gewiss gutgetan, auch als Zuschauer.

Zweifellos gäbe es für die Basler Organisatoren die eine oder andere Möglichkeit, dieser zu entkommen und den heimischen Superstar in das Turnier einzubinden. Wir hätten da ein paar inspirierende, unterhaltsame Ideen gesammelt:

Roger, der Moderator. Für einmal den legendären Platzspeaker Christoph Schwegler ersetzen und die Spieler selber ankündigen, frei nach dem Motto: «Welcome to Basel, Stan!»

Roger, der Interviewer. Unmittelbar nach dem Spiel Stan Wawrinka überraschen und seinen Freund auf dem Platz interviewen – und mit dem Tipp aufwarten, wie Stan 2017 Wimbledon gewinnt.

Roger, der Balljunge. Damit sich der Kreis seiner Karriere schliesst, bevor er zurücktritt: Die Bälle seinen heutigen Gegnern zuwerfen.

Roger, der Pizzalieferant: Als Lieferdienst-Mitarbeiter nach Wawrinkas Spielende mit unzähligen Pizzen auf den Platz stürmen und den traditionellen Pizzaplausch mit Ballkids und Stan auf dem Platz durchführen.

Roger, der Sparringpartner. Aufbauarbeit ist beim Maestro unlängst angesagt. Warum nicht mit einem öffentlichen Training in der St. Jakobshalle seine Fans überraschen?

Warum auch immer: Das Interesse für solche Momente scheint sich ganz offensichtlich in Grenzen zu halten. Schade, dass es nicht so weit kommen wird. Und dennoch ist es irgendwie verständlich: Der Lokalmatador würde selbst dem Turniersieger die Show stehlen.