Jil Teichmann

Jil Teichmann

Jil Teichmann (20)

Turniere in Australien, den USA, in Mexiko. Dazu stehen Trainer, Fitnesstrainer und bald ein Physiotherapeut auf ihrer Lohnliste. Das Leben von Jil Teichmann (20) ist teuer. Zumal sie in Barcelona, wo ihre Trainingsbasis ist, und in Zug je ein Appartement besitzt. 23 343 US-Dollar hat sie in diesem Jahr an Preisgeld verdient.

Ohne Sponsoren könnte sie vom Tennis nicht leben. «Was reinkommt, gebe ich wieder aus», sagt die Linkshänderin. Derzeit ist sie die Nummer 137 der Welt. «Die Top 100 sind mein Ziel.»

Dann steht sie bei den vier Grand-Slam-Turnieren im Hauptfeld und ist auf einen Schlag alle Geldsorgen los. Ihr Umfeld ist schon jetzt professionell: Manager ist Martina Hingis’ Ex-Freund David Tosas von der Agentur Octagon. In der Schweiz ist es GC-Sportchef Matthias Walther.

Martina Hingis

Martina Hingis

Martina Hingis (37)

Kids Day, Spielerparty, Cocktail-Night, Golf-Turnier – die Samsung Open in Lugano wollen sich als gesellschaftlicher Anlass positionieren, sagt Turnierdirektorin Geraldine Dondit über ihre Vision. «Denn es ist eine Illusion, dass das Tennis alleine reicht», sagt die ehemalige Assistentin von Roger Federer, die im Vorjahr in Biel noch im Hintergrund gewirkt hatte.

Ihr wichtigstes Gesicht: Martina Hingis (37) als Botschafterin des Turniers. «Es gibt viel zu tun, dafür bin ich hier. Ich bin das Mädchen für alles», sagt die 25-fache Grand-Slam-Siegerin. Auch auf dem Platz steht sie noch regelmässig, «zwei, drei Mal in der Woche. Denn ich spiele lieber Tennis, als im Gym zu krampfen.» Zwar hat sie ihre Karriere vor sechs Monaten beendet, doch der TennisZirkus ist und bleibt ihre Heimat.

Viktorija Golubic

Viktorija Golubic

Viktorija Golubic (25)

Niemand fühlt sich auf Schweizer Boden so wohl wie die Zürcherin. 2016 gewann sie in Gstaad ihr bisher einziges Turnier auf WTA-Stufe. Eine weitere Sternstunde erlebte sie im Fed-Cup-Halbfinal 2016 in Luzern, wo sie gegen Tschechien zwei Einzel gewann. Golubic sagt: «Mir gefällt diese einheimische Atmosphäre.

Und es ist schön, wieder einmal in einem Tennisklub zu spielen.» Zudem hat sie 2019 schon öfter auf Sand trainiert als noch im Vorjahr. Erst im Ballon, am Freitag erstmals draussen auf der Anlage des TC Seeblick in Zürich.

Nach schwierigen letzten Monaten hat sie den Tritt wieder gefunden. Golubic (WTA 107) spielte sich bei den Australian Open durch die Qualifikation und erreichte danach bei einem kleinen Turnier in Burnie den Final. Ihr Ziel ist die Rückkehr in die Top 100.

Stefanie Vögele

Stefanie Vögele

Stefanie Vögele (28)

Die Aargauerin steht immer ein wenig im Schatten der jüngeren Belinda Bencic (21) und der erfolgreicheren Bacsinszky. Auch bei der Vergabe der Wildcards ging Stefanie Vögele (28) in Lugano zunächst leer aus, den Vorzug erhielten Golubic und Jil Teichmann.

Wegen einer Absage rückte Golubic doch noch ins Hauptfeld auf, die frei gewordene Wildcard erhielt Vögele. Ein verdienter Lohn, denn Vögele erlebt gerade einige der erfolgreichsten Monate ihrer Karriere. Im Februar stand sie in Acapulco erstmals im Final eines WTA-Turniers.

Sie spiele schon seit Oktober wieder gut und habe ihren Rhythmus wieder gefunden, sagte sie kürzlich. Gut möglich, dass die Nummer 124 der Welt bald wieder im Fokus steht: nächste Woche im Fed-Cup-Abstiegskampf.