Sportminister Ueli Maurer hält Olympische Winterspiele für eine «riesige Chance». Er sagt in der Zeitung "Der Sonntag", gleich drei Regionen würden um Olympia 2022 buhlen: St. Moritz/Davos, Genf/Waadt/Wallis und Andermatt mit der Zentralschweiz. Maurer erklärt weiter, olympische Winterspiele wären optimal, «um Ansehen zu gewinnen und um Infrastrukturen zu bauen.» Natürlich müssten verschiedene Bedingungen erfüllt sein.

«Die Schweiz müsste hinter einem Projekt stehen und wir müssten sehr schnell entscheiden, damit wir die Infrastrukturen vorziehen könnten.» Auf diese klaren Aussagen haben die Vertreter der Projekte, die bislang nicht an die Öffentlichkeit gingen, gewartet. Weit fortgeschritten ist eine Bündner Kandidatur mit St. Moritz und Davos.

«In St. Moritz könnten alle Ski-, Bob-, und Skeleton-Wettbewerbe stattfinden», sagt Initiant Tarzisius Caviezel, FDP-Nationalrat und Verwaltungsratspräsident des HC Davos im "Sonntag". «Und in Davos alle nordischen Wettbewerbe und die Eishockey-Spiele. Bei uns sind die grundsätzlich benötigten Infrastrukturen bereits vorhanden.» Auch eine Genfer Kandidatur – zusammen mit den Kantonen Wallis und Waadt – nimmt Formen an.

Staatsrat Mark Muller hat bereits den Ex-EuroDelegierten Benedikt Weibel via Mandat eingebunden und mit ihm Vancouver besucht. Spiele in Genf und Umgebung seien «absolut machbar», sagt Muller. Sehr interessiert zeigt man sich auch in der Gotthard-Region, etwa im Umfeld des Unternehmers Samih Sawiris, wie  "Der Sonntag" weiter meldet.